Als Hauptregulator steuert Ghrelin sowohl unser Essverhalten als auch körperliche Prozesse zur Nahrungsverwertung, wie das Max-Planck-Institut (MPI) für Psychiatrie am Montag in München mitteilte. Die allgegenwärtige Präsenz von appetitanregenden Lebensmitteln in den Medien könnte nach Einschätzung der Wissenschafter auch zur Gewichtszunahme in der westlichen Bevölkerung beitragen.
Optische Reize steigern Ghrelin-Konzentration
Für ihre Studie untersuchten die Forscher, wie gesunde junge Männer auf Bilder reagieren, die entweder gut schmeckende Speisen darstellten oder nicht essbare Objekte zeigten. Dabei wurden die Konzentrationen verschiedener Hormone im Blut gemessen, die an der Regulation der Nahrungsaufnahme beteiligt sind. Das Ergebnis: Die Forscher konnten einen Anstieg der Ghrelin-Konzentration als Reaktion auf die optischen Reize mit Speisen messen.
"Ein Mechanismus, der uns dazu verleiten könnte, bereits zwei Stunden nach dem Frühstück ein Stück Kuchen zu verzehren", erklärte die MPI-Forscherin Petra Schüssler. Sie empfiehlt daher Menschen mit Gewichtsproblemen, den Anblick von Bildern appetitlicher Lebensmittel möglichst zu vermeiden.
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