Mord in Maria Rain

Drei Messer lagen im Bett neben der toten 25-Jährigen

Kärnten
15.01.2012 09:59
Noch immer nicht geklärt ist der Hergang des Mordes an einer 25-Jährigen in Maria Rain bei Klagenfurt. Die junge Frau war am Freitag blutüberströmt und gefesselt in ihrem Bett gefunden worden. Neben ihrer Leiche lagen gleich drei Messer. Der Bluttat verdächtigt wird der Freund des Opfers, der schwer verletzt neben der Leiche im Bett lag.

Der 37-Jährige konnte noch immer nicht einvernommen werden, er liegt im Klinikum im künstlichen Tiefschlaf. Für die Polizei ist er derzeit der einzige Verdächtige. Er soll die 25-Jährige in deren Wohnung in der Nacht zum Freitag erstochen haben. Und zwar gleich mit drei Messern: einem Stanley-Messer und zwei etwa 20 Zentimeter langen Küchenmessern. Die drei Tatwerkzeuge wurden von den Kriminalisten unmittelbar neben der Leiche der mit Handschellen gefesselten Frau im blutverschmierten Bett gefunden.

"Das Opfer wurde durch Stiche im Brustbereich und an den Unterarmen verletzt, der Tod trat durch Verbluten ein", so Helmut Jamnig von der Staatsanwaltschaft. "Welche Werkzeuge wie verwendet wurden, ist aber noch Gegenstand der Ermittlungen."

Opfer "sehr freundlich, fleißig und liebenswert"
In welcher Beziehung Tatverdächtiger und Opfer genau gestanden haben - also ob sie nur befreundet waren oder eine Beziehung führten -, steht noch nicht fest und wird weiter beleuchtet. Die beiden dürften sich aber im "Historama" in Ferlach kennengelernt haben, wo sie bis November im Rahmen eines AMS-Projektes gearbeitet haben.

"Mir ist nie aufgefallen, dass die beiden zusammen wären, sie sind aber öfter gemeinsam weggefahren", so Hans Georg Prix vom "Historama", der seine Ex-Mitarbeiter als sehr freundlich, fleißig und liebenswert beschreibt.

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