Ein Danke zur Hochzeit

Leukämie – na und? „Wir sind unschlagbar!“

Burgenland
15.07.2023 09:00

Heute heiraten Lisa und ihr Freund Jürgen. Davor möchte sie noch „Danke“ sagen. 

Viele kennen Lisa Schuh aus Aschau aus Zeitungsartikeln oder von ihrem Blog auf Facebook. Die jetzt 28-Jährige hat eine Leukämieerkrankung hinter sich, die ihr und ihrem Umfeld alles abverlangt hat. Einer, der die ganze Zeit an ihrer Seite war, ist ihr Freund Jürgen.

Die beiden haben sich 2015 kennen- und lieben gelernt. Am 8. Juli 2020 dann die Diagnose: akute myeloische Leukämie. Ab diesem Zeitpunkt hat Jürgen alles mitgetragen. Egal, wie schlecht es ihr ging, wie müde, verzweifelt oder auch grantig sie war. Er war bei ihr, wich nicht von ihrer Seite. Unzählige Chemos, Blutkonserven, Morphium, künstliche Ernährung , Hormone, Verzweiflung prägten den Kampf gegen die heimtückische Krankheit.

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Er ist für mich der beste Mann der Welt, und ich bin unendlich dankbar, dass ich ihn habe.

Lisa Schuh

„Es war die härteste Zeit unseres Lebens“, weiß Lisa jetzt. Aber das hat ihr auch gezeigt, wie wichtig Jürgen ihr ist. „Er ist für mich der beste Mann der Welt, und ich bin unendlich dankbar, dass ich ihn habe. Er und meine Familie sind die, die immer für mich da waren. Deshalb möchte ich Danke sagen.“ Ihnen und allen Menschen, die immer an ihre Heilung geglaubt haben. „Das hat dazu beigetragen, dass die Leukämie ziemlich schnell den Schwanz eingezogen hat“, lächelt die glückliche Braut heute.

Sie meint auch, dass Jürgen und sie nicht das typische Pärchen seien. Es gäbe keine großartigen Kosenamen und es sei auch nicht immer alles perfekt – aber die vergangenen drei Jahre hätten die beiden zusammengeschweißt. „Es ist heute eine ganz andere Beziehung als vor der Diagnose“, erklärt Lisa. Denn so eine Situation verändere alles. Aber der Zusammenhalt und die Liebe sei da und etwas Wichtigeres gäbe es nicht.

Natürlich hätten sie mit der Heirat warten können. Nur. Worauf? Lisa weiß nicht, wie lange es dauert, bis sie wieder komplett fit sein wird. Deshalb auch die Entscheidung, sich das Ja-Wort jetzt zu geben. Die Hochzeit ist klein. Nur 14 Leute feiern mit Lisa und Jürgen. Gerade deshalb wird sie so besonders sein. „Alle sollen etwas davon haben, nicht nur wir beide. Es soll stressfrei und gemütlich sein.“

Rückzug aus Social Media
Lisa wird sich nach ihrer Hochzeit auch komplett zurückziehen, ihr Leben entschleunigen. Eine Zeit lang keine Benefizgeschichten mehr, keine Social-Media-Präsenz. „Ich brauche das, damit mein Körper endlich zur Ruhe kommen und sich regenerieren kann“, so Lisa. „Ich habe verstanden, dass jetzt meine Zeit ist. Zeit, sich um mich und meine Genesung zu kümmern. Das muss jetzt das Wichtigste sein, damit Jürgen und ich wieder ein Leben bekommen. Das ist mein Ziel, und ich weiß, dass ich das gemeinsam mit meinem Mann schaffen werde.“

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