Freitagmittag war die Katze aus dem Sack: Manfred Kölly, der frühere LBL-Langzeitbürgermeister von Deutschkreutz will es noch einmal wissen und tritt als Bürgermeisterkandidat an.
In Deutschkreutz wird nach dem Rücktritt von ÖVP-Ortschef Andreas Kacsits im September ein neuer Bürgermeister gewählt. Fix war bisher, dass die ÖVP mit Eva Heidenreich und die SPÖ mit Vizebürgermeister Jürgen Hofer ins Rennen gehen wird. Freitagmittag, kurz vor Ablauf der Frist, gab nun auch Manfred Kölly (LBL) seine Kandidatur bekannt.
Rückschritt
In der Gemeinde habe es in den vergangenen vier Jahren nur Stillstand und Rückschritt gegeben, begründet der frühere Langzeitbürgermeister sein erneutes Antreten. Viele Bürger seien deswegen an ihn herangetreten und hätten ihn ermutigt, diesen Schritt zu machen. Deutschkreutz sei die größte Gemeinde des Bezirks und habe viel Potenzial. Nun sei es an der Zeit, den Ort wieder auf Vordermann zu bringen, so Kölly.
Alter kein Problem
Kölly, der in wenigen Tagen 72 Jahre alt wird, ist ein politisches Urgestein, war fast 20 Jahre Bürgermeister, war Landtagsabgeordneter und ist seit 35 Jahren in der Politik. „Ich bin fit wie ein Turnschuh und habe Spaß und Freude am Arbeiten“, meint er in Bezug auf sein Alter. Er sei ständig unterwegs und habe als Pensionist Zeit – etwas, das seine Mitbewerber nicht hätten, die einem Brotberuf nachgehen müssen. „Aber Bürgermeister sein ist ein Full-Time-Job“, meint Kölly.
Hohe Erwartungen
Nachdem so viele Menschen an ihn herangetreten seien, erwarte er sich auch eine entsprechende Unterstützung aus der Bevölkerung. SPÖ-Vizebürgermeister Hofer, der derzeit die Geschäfte der Gemeinde führt, wirft er vor, nur Parteipolitik zu betreiben, aber nichts für die Menschen zu tun.
Gewählt wird am 13. September. Im Gemeinderat hat die ÖVP 10, die SPÖ 9 und die LBL 6 Sitze.
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