Ob damit die Pinken im „Heiligen Land“ punkten? Sie bringen die Idee der Schülervertretung in den am Mittwoch beginnenden Landtag. Der Ausgang ist gewiss: Es wird eine herbe Abfuhr geben. Die FPÖ wartet am Donnerstag mit einer Generalabrechnung über sechs Monate schwarz-rote Koalition auf.
Das Kreuz im Klassenzimmer als „Corpus delicti“ hat wie berichtet die Schülervertretung als Thema für sich entdeckt. In der zweiten Sitzung des Schülerinnen- und Schülerparlaments wurde der Antrag mit dem provokanten Titel „Raus damit Kruzifix nochmal“ positiv abgestimmt.
Religiöse Symbole hängen allerdings nach wie vor in den meisten Klassenräumen an den Wänden. Deshalb ist elementar, diesen Missstand zu bereinigen und sie aus unseren Klassen zu entfernen
Tiroler Schülerparlament
Landesregierung soll Beschluss der Schüler umsetzen
Die Tiroler Neos bringen das Ansinnen nun in den am Mittwoch beginnenden Mai-Landtag: Die Tiroler Landesregierung solle nun gefälligst die Idee an allen Tiroler Schulen umsetzen – „und zwar flott“, möchte man in Anlehnung an einen alten SPÖ-Wahlkampfspruch ergänzen. „Die Jugendlichen wollen eine neutrale Schule, in der alle Religionen gleichgesetzt sind, diesem klaren Wunsch haben der Tiroler Landtag und die Tiroler Landesregierung zu folgen“, heißt es wörtlich.
Schülerparlament: Kreuz als „Missstand“
Für die Schüler des Parlaments ist ein Kreuz offenbar ein großes Problem: „Religiöse Symbole hängen allerdings nach wie vor in den meisten Klassenräumen an den Wänden. Deshalb ist elementar, diesen Missstand zu bereinigen und sie aus unseren Klassen zu entfernen“, lautet der Antrag weiter. Wenigstens wird zugestanden, dass Schulen mit Öffentlichkeitsrecht, die einen katholischen Träger haben, „von den Forderungspunkten dieses Antrages wegzunehmen“ seien.
ÖVP: Mit uns sicher nicht
Selbstredend, dass der Tiroler Landtag damit wenig bis nichts anfangen kann. Der zuständige Ausschuss für Bildung, Kinderbetreuung, Kunst, Kultur sowie Wissenschaft und Forschung empfiehlt die Ablehnung. Was wohl zu erwarten war. Schade um die Zeit, denn die Schülervertretung hätte wohl nach Corona viele, sehr viele lohnendere Themen gehabt.
FPÖ teilt gegen Klimakleber und Koalition aus
„Unterlassene Hilfeleistung zur Strafe für Klimakleber heranziehen“, fordert die FPÖ in einem Antrag. „Da sich auch LHStv. Georg Dornauer für eine härtere Gangart ausgesprochen hat, erwarte ich mir hier Unterstützung von ihm“, sagte FP-Chef Markus Abwerzger gestern. Die Blauen legten diesmal das Thema der Aktuellen Stunde fest: „Sechs Monate schwarz-roter Stillstand. Alter Wein in neuen Schläuchen, Machterhalt statt neuer Stil“ lautet der Titel. Heftige Diskussionen sind programmiert.
Wackelt Baulandabgabe?
Die schwarz-rote Koalition beantragt eine Wohnbedarfsstudie, um zu prüfen, „ob eine Abgabe auf gewidmetes Bauland nach dem Beispiel Burgenland und Salzburg Sinn macht“. Beschlossen wäre es jedenfalls schon – zumindest laut Koalitionsabkommen!
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