Ermittlungen laufen

Bub (8) schluckte bei Schulausflug Dutzende Steine

Kärnten
21.10.2011 09:36
Wie ist es möglich, dass sechs Pädagogen, die vier beeinträchtigte Kinder bei einem Ausflug begleiten, nicht merken, dass ein Kind Dutzende Steine schluckt? Diese Frage steht im Mittelpunkt interner Ermittlungen des Landes Kärnten und des Landesschulrats. Immerhin befand sich der Schüler einer Feldkirchner Schule in Lebensgefahr.

Der Vorwurf, der von Eltern erhoben wird, wiegt wirklich schwer: Während eines Ausfluges auf die Flattnitz habe eines der vier beeinträchtigten Kinder, der achtjährige Kenni, Dutzende Steine – man spricht von bis zu 100 – geschluckt und sei dadurch in Lebensgefahr geraten. Kenni habe einige Steine erbrochen, aber erst rasche ärztliche Hilfe habe die Gefahr für den Achtjährigen gebannt.

Schuldirektorin: "Will dazu nichts sagen"
"Dabei waren sechs Pädagogen mit den vier Kindern mit. Da muss es doch möglich sein, besser aufzupassen", lautet nun der Vorwurf der Eltern gegen das Team der Förderschule Feldkirchen. Das ist übrigens der neue Name für die ehemalige Allgemeine Sonderschule. Die amtsführende Direktorin der Schule, Rosemarie Habernig, gibt sich zu den Vorwürfen äußerst kurz angebunden: "Ich will dazu nichts sagen!"

Bezirksschulinspektorin bestätigt Vorwürfe
Bezirksschulinspektorin für die Feldkirchner Pflichtschulen ist Johanna Kunovjanek, sie geht offener mit den Vorwürfen um: "Ja, es laufen Verfahren wegen möglicher Verletzungen der Aufsichtspflicht. Und zwar beim Landesschulrat und beim Land Kärnten." Der "Fall Kenni" sei aktenkundig und so passiert, wie er von Eltern geschildert wird. 

Kunovjanek bestätigt auch die Notwendigkeit medizinischer Hilfe für den Buben und spricht von möglichen Ausweitungen im Verfahren: "Es kann durchaus sein, dass auch der Staatsanwalt noch Arbeit bekommt. Möglicherweise wollen ja Kennis Eltern Schmerzensgeld haben."

Symbolbild

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