Am Montag rollten die großen Wohnwagen in der Villacher Straße auf den Parkplatz eines Sägewerks. Während die Frauen Wäsche waschen, ziehen die Männer los, um ihre Dienste als Werkzeugschleifer anzubieten. Diese scheinbare Idylle spielt sich auf einem privaten Grundstück ab, dessen Besitzer von den ungebetenen Gästen überrascht wurde.
Würde er die Roma jedoch willkommen heißen, machte er sich selbst strafbar, denn Campieren ohne Sanitäranlagen widerspricht dem Campinggesetz. Und die weit verbreitete Annahme, Roma und Sinti dürften überall 48 Stunden bleiben, ist einfach unrichtig.
"Ich habe mit ihnen gesprochen, sie reisen ab", so Rudolf Auernig von der Sicherheitspolizei. "Gegen die Leute habe ich nichts. Es ist aber eine Frage der Hygiene. Auf den Plätzen gibt es ja kein Wasser, keinen Kanal – nichts", so Stadtchef Gerhard Mock. Mittwoch früh sind die Familien weitergezogen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.