Wenn der Grandseigneur der internationalen Dirigentenszene mit „seinen“ Wiener Philharmonikern antritt, erwartet das Publikum Außergewöhnliches:
Riccardo Muti (81) führte im viel bejubelten 8. Abokonzert der „Wiener“ im Musikverein Mozarts „Haffner“-Symphonie, Paul Hindemiths Konzertmusik für Streichorchester und Blechbläser (op. 50) und Mendelssohns Symphonie Nr. 5 auf. Imponierend, wie Muti Musiker unter Hochspannung setzt, ja zu elektrisieren weiß: Bei Mozart findet er mit dem Klangkörper die ideale Balance zwischen Erhabenheit, fast volkstümlicher Freude und Ausgelassenheit - wie man’s auch von Joseph Haydn kennt. Das Miteinander von Besinnlichkeit, Würde und klanglicher Eleganz kostet er aber auch bei Mendelssohns von religiösen Motiven geprägter Symphonie aus. Im Mittelpunkt: Hindemiths Streichermusik (1931), ein Auftragswerk des Boston Symphony Orchestra. Hier steigert Muti das Spiel der „Wiener“ zum Feuerwerk: Funkelnde Blechbläsereruptionen und -attacken prallen - rund um das „Prinz Eugen“-Lied - auf frisch-saftige Streichermelodik.
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