Aus, Schluss, Vorbei! Snowboardcross-Olympiasieger Alessandro Hämmerle muss seine Saison nach der zweiten, in diesem Winter erlittenen, Gehirnerschütterung mit sofortiger Wirkung beenden. Dabei schien es so, als ob der Vorarlberger rechtzeitig für sein Lieblingsrennen in Veysonnaz (Sz) wieder fit wäre.
Die erste Gehirnerschütterung erlitt der 29-jährige Vorarlberger im Jänner bei einem Trainingssturz auf der Reiteralm. Danach musste Hämmerle bis zur WM in Bakuriani pausieren. Trotz der langen Zwangspause fuhr „Izzi“ bei seinem Comeback in Georgien, bis ins Finale - wo er vom Deutschen Martin Nörl im Finale abgeschossen und um eine Medaille gebracht wurde.
Schlimmer noch: Der Montafoner erlitt bei dem Crash erneut eine leichte Gehirnerschütterung, weswegen er dann auch am vergangenen Wochenende das Weltcup-Doppel in der Sierra Nevada (Sp) auslassen musste. Am Montag entschied er sich dann aber dazu, nach Veysonnaz anzureisen. „Ich möchte es versuchen“, hoffte der dreifache Gesamtweltcupsieger auf ein Comeback bei seinem Lieblingsrennen, das er bereits zweimal gewinnen konnte. Und es sah im Wallis gut aus! Nachdem das Training am Dienstag wegen Wind und Schnee abgesagt werden musste, genoss Hämmerle mit seinen ÖSV-Teamkollegen einige Tiefschneeabfahrten. Am Mittwoch absolvierte er am Morgen die Trainings und anschließend die Qualifikation für das Rennen am Donnerstag. Mit der siebten Zeit schaffte „Izzi“ souverän als bester Österreicher in die Finalheats.
Dort wird er am Donnerstag allerdings nicht an den Start gehen! „Ich habe mich nach langer Überlegung dazu entschieden, nach Veysonnaz anzureisen, habe aber heute nach dem Training und der Qualifikation zur Kenntnis nehmen müssen, dass ich noch nicht zu 100 Prozent bereit bin, um mit drei Konkurrenten in einem Heat zu fahren. Mir machen die Nachwirkungen der Kopfverletzungen noch zu schaffen. Ich möchte in meiner aktuellen Verfassung einfach keinen weiteren Sturz riskieren, daher werde ich die Saison vorzeitig beenden und auf die Rennen in Veysonnaz und kommende Woche in Mount St. Anne verzichten“, so Hämmerle.
„Habe mir die Saison ganz anders vorgestellt“
„Ich habe mir die Saison natürlich ganz anders vorgestellt, aber manchmal spielen Faktoren mit, die man nicht beeinflussen kann. Ich bin trotzdem froh, dass ich in Cervinia ein Weltcuprennen gewinnen konnte. Ich bin nach wie vor voll motiviert und werde meinen Fokus nach einer notwendigen Pause gleich wieder auf die kommende Saison legen", betonte der Vorarlberger.“ Der Garschurner wird somit nicht nur in Veysonnaz auf einen Start verzichten, sondern auch die Reise zum Finale nach Kanada auslassen.
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