Die Gemeinde Keutschach plant eine Kindergartengruppe in der Volksschule. Das sorgt bei den Eltern für viel Diskussionsstoff. Der Bürgermeister hingegen ortet politische Spielchen auf Kosten der Kinder.
Um eine Kindertagesstätte im Kindergarten einzurichten, plant die Gemeinde Keutschach eine neue Kindergartengruppe für die älteren Kinder in der Volksschule. Das Vorhaben der Kommune stößt aber bei einigen Eltern auf Widerstand. „Die Kinder werden mit der neuen Gruppe auseinandergerissen und komplett neu zusammengewürfelt“, kritisieren die Eltern, die sich am Dienstag zu einem Informationsabend trafen. Obwohl Keutschachs Bürgermeister Gerhard Oleschko auch eingeladen war, fehlte der Gemeindechef. Seine Begründung: „Das war keine Informationsveranstaltung. Vielmehr war es eine Parteiveranstaltung der Sozialdemokraten.“
Es werden die Wünsche der Eltern berücksichtigt. Aber es wurden im Vorfeld schon Unwahrheiten über das Vorhaben verbreitet.
Gerhard Oleschko, Bürgermeister Keutschach
Eltern gegen den Bürgermeister
Das sehen die Eltern freilich anders. „Es muss mit der Gemeinde möglich sein, gemeinsam eine faire, saubere und parteiunabhängige Lösung zu finden“, lautet der Tenor bei den Eltern und deren Vertretung. Oleschko kontert: „Es werden die Wünsche der Eltern berücksichtigt.“
Campus wird geplant
Dass alle Kinder im Keutschacher Kindergarten bleiben können und nicht in die Volksschule übersiedeln müssen, ist relativ unwahrscheinlich. Denn immerhin plant die Gemeinde in Zukunft einen eigenen Campus, in den beide Bildungseinrichtungen integriert werden sollen.
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