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„Hannis“ Absturz | Geretteter „4-er“

„Hannis“ Absturz. Ist das nun ein Trend bei den Niederösterreichern? Oder ist es bloß ein Trend bei den Meinungsforschern? In knapp einer Woche sind wir klüger, am Sonntag Abend bekommen wir „echte“ Zahlen geliefert. Ob sie den Umfragewerten ähneln? Oder doch ganz anders ausfallen? OGM erhob zuletzt für den Kurier den bisher schlechtesten Wert für Landeshauptfrau Mikl-Leitner und ihre Volkspartei. Demnach würde die ÖVP um fast 13 Prozentpunkte von zuletzt knapp 50 Prozent auf nur noch 37 Prozent abstürzen - das weitaus schlechteste Ergebnis, das die Volkspartei je in ihrem Stammland Niederösterreich eingefahren hätte. Die Freiheitlichen würden einen weiten Satz über die bisher in Niederösterreich noch nie annähernd übersprungene 20-Prozent-Hürde schaffen und diesmal bei 26 Prozent und damit deutlich vor der SPÖ mit nur 23 Prozent (weniger als vor fünf Jahren) landen. Neos und Grüne dümpeln laut OGM bei sieben bzw. sechs Prozent. Eine Market-Umfrage für den Standard hatte ein paar Tage davor mit 39 Prozent auch bereits einen katastrophalen ÖVP-Wert erbracht. Eine Hajek/Unique-Research-Umfrage wiederum ein paar Tage davor hatte der ÖVP gerade noch 40 Prozent ausgewiesen. Steht nun also der ganz große Absturz für „Hanni“ und die ÖVP bevor? 

Geretteter „4-er“. Kommt der ganz große Absturz der Landeshauptfrau- und Kanzlerpartei mit schwerwiegenden Folgen für die Politik nicht nur im größten Bundesland, sondern gleich in der ganzen Republik? Oder sehen wir am Sonntag Abend doch eine strahlende „Hanni“, die ein deutlich besseres Ergebnis eingefahren hat, als wenige Tage davor noch prognostiziert? So etwas erleben wir immer wieder. Zuletzt im vergangenen September bei den Landtagswahlen in Tirol: Auch dort war der ÖVP ein dramatischer Absturz prophezeit worden. Sie würde nach zuvor 44 Prozent unter 30 Prozent landen, errechneten Meinungsforscher. Am Wahlabend standen dann doch fast 35 Prozent zu Buche - und die Volkspartei konnte sich als relativer Sieger präsentieren. Man sei, so die Botschaft, mit einem blauen Auge davongekommen, habe den Trend noch gedreht und ein weit besseres Ergebnis erreicht als die Meinungsforschung prophezeit hatte. OGM-Forscher Wolfgang Bachmayer lässt sich laut Kurier Optionen in beide Richtungen offen: einerseits könnte sich die negative Dynamik für die ÖVP sogar noch verstärken. Andererseits schließt er aber auch nicht aus, dass Mikl-Leitner „noch eine Schlussmobilisierung gelingt“. Das wäre so gar nicht auszuschließen: Die ohnehin bestorganisierte Landespartei wird in den nächsten Tagen mit maximaler Kraft kämpfen und in schrillen Farben das Gespenst einer blau-roten Mehrheit gegen die ÖVP an die Wand malen. Und schon könnte der „4-er“ im prozentuellen Wahlergebnis gerettet sein. Und Mikl-Leitner bliebe das Machtzentrum der ÖVP. 

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