Die zuletzt so massiv angestiegene Teuerung hat sich zu Jahresende 2022 abgeschwächt. So lag die Inflationsrate im Dezember laut Statistik Austria bei 10,2 Prozent - im November lag dieser Wert noch bei 10,6 Prozent im Jahresvergleich. Für das gesamte Jahr 2022 betrug die Inflationsrate 8,6 Prozent - stärker war die Teuerung zuletzt im Jahr 1974 mit damals 9,5 Prozent. Laut Statistik Austria hat auch die Strompreisbremse zu einem Abflachen der Teuerung geführt.
Gegenüber dem Vormonat November sind die Verbraucherpreise im Dezember um 0,2 Prozent gestiegen, die Teuerung hat sich aber eingebremst. „Zum Rückgang haben sowohl die Strompreisbremse als auch der stark nachlassende Preisdruck bei Treibstoffen beigetragen“, sagte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.
Energiepreise weniger stark gestiegen
Dieser Effekt beeinflusste nämlich auch andere Energiepreise: So stiegen etwa die Gaspreise merklich schwächer als im November (+90,7% gegenüber 107,4%), ebenso wie die Heizölpreise (+60,6% gegenüber 76,7%) und feste Brennstoffe (+96,8% zu 107,3%). Lediglich bei Fernwärme kam es zu einem weiteren Preissprung - die Teuerung im Jahresvergleich lag hier mit 71,9 Prozent höher als im November mit 61,4 Prozent.
„Bei Nahrungsmitteln und in der Gastronomie war der Preisauftrieb zu Jahresende allerdings noch ungebrochen.“ Ohne Strompreisbremse hätte laut Statistik Austria die Inflation im Dezember 10,8 Prozent betragen.
Teuerung im Jahresvergleich verdreifacht
Im Gesamtjahr hat sich die Inflationsrate gegenüber 2021 mehr als verdreifacht und ist damit auf den höchsten Wert seit der ersten Ölpreiskrise im Jahr 1974 geklettert. „Hauptgrund war die Preisentwicklung bei Haushaltsenergie, Treibstoffen, Nahrungsmitteln und in der Gastronomie“, erklärte Thomas.
Für Wohnung, Wasser, Energie fielen die Preisanstiege im Jahr 2022 mit durchschnittlich 12,6 Prozent dreieinhalbmal so stark aus wie im Jahr 2021. Die Preise für Verkehr stiegen mit +16,2 Prozent etwa zweieinhalbmal so stark wie im Jahr 2021.














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