Kinder, Finger weg von den Drogen! Ein Prozess in Linz zeigte, was Suchtgift aus Menschen und aus Freunden macht. Denn zwei, die sich im Knast kennengelernt und wie „Brüder“ waren, gerieten sich im Drogenrausch aufeinander los. Und der Angreifer muss jetzt mehrere Jahre in Haft - nicht rechtskräftig.
„Wir waren wie Brüder“, sagte der Angeklagte vorm Schöffensenat am Landesgericht Linz. Häfen-Brüder - denn der 35-Jährige, der mit zwölf Verurteilungen und mehrjährigen Haftstrafen vorgeführt wurde, hatte das Opfer (27) während eines Knast-Aufenthalts in Garsten kennengelernt. Nach der Entlassung fand der Jüngere beim Freund in Linz Unterkunft.
Ein Drogenrausch beendete die Bruderliebe: Als der 27-Jährige bei der Suche nach einem Handy über den schlafenden Gastgeber stolperte, fühlte der sich so provoziert, dass er mit einem Stanley-Messer auf ihn losging und ihn mit einem 30 Zentimeter langen Hackmesser verfolgte, das er vor der Tür mitten in Linz zweimal nach ihm warf.
Die Schnittwunden waren lang, aber nicht tief. Wegen der vielen Vorstrafen und einer kürzlichen Verurteilung gab’s wegen versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung eine Zusatzstrafe von 3 Jahren und 3 Monaten. Nicht rechtskräftig. „Schade, dass es soweit gekommen ist“, meinte der Angeklagte.








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