Die Chancen, den Niederösterreicher Matthias M. (42) und einen 36-jährigen deutschen Staatsbürger vor Bali noch zu finden, sind verschwindend gering. Dennoch geben die Rettungsmannschaften aus Indonesien nicht auf, die beiden Männer zu finden, die bei einer Rettungsaktion von der Strömung erfasst wurden.
Die Suche nach den beiden seit 3. Jänner Vermissten geht nach wetterbedingten Unterbrechungen unvermindert weiter - und wird bis zur Insel Lombok ausgeweitet. Matthias M. war, wie berichtet, ins Meer gesprungen, um einen Urlauber aus der Strömung zu retten. Die Aktion gelang, aber der Niederösterreicher und ein weiterer Tourist werden vermisst.
Meterhohe Wellen
Die Wellen waren am vergangenen Dienstag auf der Kleininsel Nusa Penida vor Bali meterhoch, als ein Tourist ins Wasser ging und vom Ozean mitgerissen wurde. Der Unternehmer Matthias M. aus Niederösterreich beobachtete den Vorfall und wollte helfen. Gemeinsam mit drei weiteren Männern stürzte er sich in die Fluten. Während der hilflos treibende Urlauber gerettet werden konnte und auch zwei weitere Personen wieder an Land kamen, wurden Matthias M. und ein Deutscher von der Strömung erfasst und immer weiter aufs offene Meer hinausgezogen.
Boote und Taucher
Die Wasserrettung suchte in den vergangenen Tagen nach den beiden Männern - bisher erfolglos. „Wir suchen mit mehreren Booten und Tauchern. Auch von den Klippen aus halten Teams Ausschau“, sagte der balinesisch Einsatzkoordinator Putu Cakra Negara. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr schwindet jedoch die Hoffnung, die beiden Vermissten lebend zu finden. Eine Rolle spielt dabei auch das schlechte Wetter, da es mehrmals stark regnete.
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