Seit dem Vorjahr ist die Bekämpfung des hochallergischen Beifußblättrigen Traubenkrauts vorgeschrieben. Heuer gab es insgesamt 1477 Meldungen - viele davon sind jedoch lückenhaft.
Ein wenig „Ragweed-freier“ ist das Burgenland seit in Kraft treten des Bekämpfungs-Gesetzes geworden, so die Bilanz von Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf nach zwei Saisonen.
Flächen frei halten
Bei einem Austausch mit Landwirtschaft, Land und Gemeinden zeigt sich aber auch: Es braucht noch weitere Initiativen. Seit Juli 2021 wird der hochallergischen Pflanze der Kampf angesagt. Grundstücksbesitzer sind verpflichtet, ihre Flächen frei von Bewuchs zu halten.
Sichtungen können über die Plattform www.ragweedfinder.at gemeldet werden. „Insgesamt gingen heuer 1477 Meldungen ein - 364 mehr als im Vorjahr“, berichtet Eisenkopf. Betroffen waren vor allem landwirtschaftliche Grundstücke. Wurde eine Sichtung verifiziert, wurden die Eigentümer aufgefordert, dem invasiven Kraut den Garaus zu machen.
Wir werden die Initiativen im nächsten Jahr noch weiter verstärken und noch treffsicherer gegen dieses hoch allergische Unkraut vorgehen.
Landeshauptmann-Stv. Astrid Eisenkopf
Verantwortliche für Ragweed
Viele Fälle können aber nicht „verfolgt“ werden, weil die Meldungen lückenhaft sind. Zwar sei es aufgrund von verschiedensten Schulungen und Infoveranstaltungen zu Verbesserungen gekommen, der Anteil sei aber immer noch relativ hoch. „Daher ist es notwendig auch in den kommenden Jahren eine umfassende Schulungs- und Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung zu leisten. Verstärkt funktionieren soll das über die mittlerweile 147 örtlichen Ragweed-Verantwortlichen“, so die Landeshauptmann-Stellvertreterin.
Ragweed ist einer der stärksten Allergieauslöser und breitet sich besonders in Ostösterreich rasant aus. Teilweise ist es bereits in Gebieten mit einer Seehöhe von bis 1000 Metern zu finden. Das invasive Ragweed ruft starke allergische Reaktionen hervor und breitet sich rasant aus.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.