Protest in Barcelona

Klimaschützer nahmen Pharaonensarg ins Visier

Ausland
13.11.2022 21:38

Beinahe täglich besuchen derzeit Klimaaktivisten weltweit Museen und nehmen Werke berühmter Künstler ins Visier, um ihre Botschaften möglichst medienwirksam zu präsentieren. Diesmal haben Vertreter der Gruppe Futuro Vegetal (Pflanzliche Zukunft) im Ägyptischen Museum in Barcelona mit farbigen Flüssigkeiten zugeschlagen.

Diese wurden auf Wänden und einer Glasvitrine verteilt, in dem sich die Nachbildung eines Pharaonensargs befindet. Die beiden Klimaschützer klebten zudem ihre Hände an Ausstellungsobjekten fest und entrollten ein Transparent, auf dem unter anderem die Aufschriften „+ 2,5 C“ und „Klima-Gerechtigkeit“ zu lesen waren.

Aktivisten: „Wir können das nicht länger hinnehmen“
Futuro Vegetal teilte mit, die Flüssigkeiten symbolisierten Blut und Erdöl. Man wolle mit der Aktion auf den Klimanotstand hinweisen. „Wir können nicht länger hinnehmen, dass Regierungen ihr Image in COPs (Weltklimakonferenzen, Anm.) waschen, um die Bevölkerung zu täuschen, ohne wirklich etwas zu unternehmen“, hieß es auf Twitter in Bezug auf das zur Zeit im ägyptischen Scharm el-Scheich stattfindende Event.

Futuro Vegetal hatte am vergangenen Samstag bereits mit einem Protest im Prado-Museum in Madrid Aufsehen erregt. Zwei junge Menschen klebten sich dort an die Rahmen zweier berühmter Bilder des spanischen Meisters Francisco de Goya fest. Das wichtigste Museum der spanischen Hauptstadt kritisierte die Aktion: „Wir lehnen es ab, dass das kulturelle Erbe durch die Verwendung als Protestmittel in Gefahr gebracht wird“, hieß es. Auch Kulturminister Miquel Iceta verurteilte „den Vandalismusakt“, der „durch nichts zu rechtfertigen“ sei.

Greenpeace: Klimakonferenz muss mehr als heiße Luft produzieren
Unterdessen zog die Umweltschutzorganisation Greenpeace anlässlich der Halbzeit der UN-Klimakonferenz in Ägypten eine ernüchternde Zwischenbilanz: „Mit den aktuellen Klimaschutzplänen der Länder werden wir die Klimakrise nicht eindämmen. Auch von den jährlich versprochenen 100 Milliarden US-Dollar für die Klimafinanzierung ist man noch weit entfernt. Einige Lichtblicke gibt es trotzdem: Österreich etwa hat zugesagt, seine Mittel für die Klimafinanzierung aufzustocken und Geld für klimakrisenbedingte Schäden und Verluste zur Verfügung zu stellen.“ Die Klimakonferenz müsse mehr als heiße Luft produzieren, „denn es geht um die Zukunft unseres Planeten“, so die NGO weiter.

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