Tragödie in Süditalien
Touristen und Arzt sterben bei Hubschrauber-Crash
In der süditalienischen Adria-Region Apulien ist am Samstag ein Hubschrauber mit sieben Personen an Bord verunglückt. Zwei italienische Besatzungsmitglieder, eine vierköpfige slowenische Touristenfamilie und ein italienischer Arzt kamen ums Leben, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Besonders tragisch: Der Arzt wollte nach Dienstschluss einfach nur nach Hause.
Der Helikopter der Fluglinie Alidaunia, der von den Tremiti-Inseln in Apulien in Richtung der Adria-Stadt Foggia gestartet war, sei gegen 10.30 Uhr vom Radar verschwunden, heißt es.
Der A109 - ein Hubschrauber, der in der zivilen und militärischen Luftfahrt zum Einsatz kommt - wurde auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche entdeckt.
Beliebtes Urlaubsziel
Am Unglücksort wütete zum Zeitpunkt des Verschwindens ein Gewitter, 40 Einsatzkräfte des italienischen Militärs beteiligten sich an der Suche des Hubschraubers. Die Tremiti-Inseln in der südlichen Adria sind ein beliebtes Urlaubsziel.
Die Familie aus Ljubljana war am Vortag im Tremiti angekommen und hätte schon am Abend nach Foggia zurückkehren sollen, aber wegen des schlechten Wetters wurde die Reise auf Samstag verschoben, berichten italienische Medien.
Gemeinde unter Schock
Der Arzt im Unglückshubschrauber arbeitete auf den Inseln und wollte nach seiner Schicht nach Hause fliegen.
„Der Arzt hatte gerade seine Arbeitsschicht beendet und um nach Hause zurückzukehren, entschied er sich aufgrund der widrigen Meereswetterbedingungen, den Hubschrauber anstelle des Schiffes zu nehmen. Hier ist dichter Nebel gefallen“, sagte der Bürgermeister des Archipels Peppino Calabrese der Nachrichtenagentur ANSA. „Unsere Gemeinde steht unter Schock. Das ist in 30 Dienstjahren noch nie vorgekommen“, schloss er.












Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).