Durch das geplante Logistikzentrum in Federaun fürchten Bürger um Fauna und Flora. Die Initiative „Rett‘ ma die Schütt“ ruft für Freitag, 4. November, gemeinsam mit weiteren aktiven Bürgergruppen zur Demonstration auf. Kritik am Projekt kommt auch vom Alpenverein.
„Villach hat eine lebendige Zivilgesellschaft, die endlich Mitbestimmung einfordert“, freut sich Anton Dicketmüller von „Rett‘ ma die Schütt“. Denn auch die „Initiativgruppe Kanaltalersiedlung“, die BI Gritschach und „Friday‘s Future Kärnten“ wollen am 4. November um 14 Uhr zur Demonstration vor das Villacher Rathaus kommen, um Bürgerbeteiligung einzufordern. „Große Projekte dürfen nicht weiter im stillen Kämmerlein mit Investoren und Gesellschaften verhandelt und die Bewohner vor vollendete Tatsachen gestellt werden!“, so Dicketmüller.
Unlängst wurde bei der Stadt Villach ein Gemeindevolksbegehren mit mehr als 3500 Unterstützern eingebracht, das die Stadt dazu auffordert, eine Gemeindevolksbefragung zum geplanten Transport- und Logistikzentrum ALPLOG Nord in Schütt-Federaun durchzuführen.
Alpenverein spricht sich gegen Bauprojekt aus
Der Österreichische Alpenverein - Landesverband Kärnten hat sich ebenfalls mit dem Thema befasst und Stellungnahmen eingeholt. „Als alpiner Verein und Naturschutzorganisation sind wir grundsätzlich gegen die Verbauung wertvoller Naturflächen, die dadurch unwiederbringlich zerstört werden würden“, so der Vorsitzende Werner Radl. „Vielmehr sollen alle Möglichkeiten der Planung und Errichtung eines Logistikzentrums im Raum des Bahnhofes Fürnitz ausgeschöpft werden.“ Würde der Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlegt, wäre der Alpenverein für das Projekt, aber dies sei ja in absehbarer Zeit nicht geplant.
„Es kann daher das Projekt AlpLogNord aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht befürwortet werden. Vielmehr ist es im Hinblick auf entsprechende Normen wie Alpenkonvention, Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie, Vogelschutz-Richtlinie, UVP-Gesetz und anderen ausdrücklich abzulehnen“, so Radl.
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