Die Preis-Kosten-Schere geht auf: Saatgut, Dünger, Energie sind teurer, die Ernte ist bescheiden, es mangelt aber an Wasser.
Die Temperaturen lagen heuer 2,5 Grad über dem Durchschnitt. Beim Trinkwasser sieht man, wie die Schüttung massiv zurückgeht. Wassermangel wirkt sich natürlich auch auf den Ertrag aus“, so Landwirtschaftskammer-Chef Siegfried Huber.
Dazu kommen Krisen wie Klimawandel, Ukraine-Krieg, Teuerung. Die Saatgutkosten sind bei Getreide um 30 Prozent, bei Sojabohnen um 25 Prozent gestiegen. Die Düngerpreise sind an die Energiekosten gebunden. „Im Vergleich zu 2020 gab es eine Preissteigerung um das Drei- bis Vierfache!“, weiß Erich Roscher, der Referatsleiter „Pflanzliche Produktion“ in der Landwirtschaftskammer. Aber beim Düngen zu sparen, sei ein falscher Weg: Dann gäbe es ja weniger Ertrag.
„Wir hatten heuer eine bescheidene Ernte und hohe Kosten. Endlich wäre der Erzeugerpreis ein bisschen besser gewesen, dann das! Die Wertschöpfung liegt wieder dort, wo wir vorher waren“, bedauert Huber, der das Entlastungspaket vom Bund begrüßt. „Aber die pro Betrieb durchschnittlich 1000 Euro werden erst im Dezember ausgezahlt. Für 2023 ist ebenfalls ein Entlastungspaket notwendig!“
Und neue Wege seien zu gehen: „Wir werden Bewässerungsanlagen und Speicherteiche brauchen. Das ist zu diskutieren. Wir müssen ja die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln aufrechterhalten“, betont Huber.
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