Jene zwei 14- bzw- 15-jährigen Jugendlichen, die vor gut einer Woche einen Schüler der ersten Klasse in der HAK Wörgl attackierten, versuchten sich nun am Tatort bei der Direktorin zu entschuldigen.
Kurzer Blick retour auf den Freitag, 7. Oktober: Wie die „Krone“ berichtete, drangen zwei schulfremde Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren in die HAK ein. Sie verschafften sich Zugang zu einer ersten Klasse und versetzten dort einem Schüler eine „Gerade“ ins Gesicht. Als „Draufgabe“ bekam er dann auch noch einen Fußtritt. Der „Fehler“ des Opfers: Der 15-Jährige hatte offenbar ein Verhältnis mit der Ex-Freundin von einem der Angreifer. Bei der Flucht wurde das aggressive Duo von der Polizei erwischt.
Diesmal ging es friedlich ab
Vor zwei Tagen schien sich das Bild zu wiederholen. Die zwei Unterländer Schläger suchten wieder die HAK in Wörgl heim. Diesmal war freilich die Direktorin das Ziel der Burschen. Und dieses Mal hatten sie nichts „Böses“ im Sinn. Der Grund des „Besuches“: Sie wollten sich bei der Schulleiterin für ihre Gewalttat entschuldigen. „Die Direktorin hat uns verständigt, dass die zwei Jugendlichen erneut in die Schule gekommen sind“, bestätigt ein ermittelnder Polizist. Sie hat die Tiroler Polizei über die „Entschuldigungsoffensive“ nachträglich informiert. Probleme habe das Duo dieses Mal zum Glück keine gemacht. „Es gab kein Theater“, bestätigt der Beamte gegenüber der „Krone“.
Ob die Burschen diesen Canossagang in ehrlicher Absicht oder auf Rat eines juristischen Beistandes unternahmen, ist unklar. Die Aktion erinnert jedenfalls an den Kultfilm „Ein Fisch namens Wanda“. Darin antwortet Bösewicht Otto auf die Frage, was ein Intellektueller tun würde: „Sich entschuldigen!“ Übrigens: Die Schulleitung der HAK war am Freitag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Mit 14 und 15 Jahren bereits amtsbekannt
Laut Polizei wurden die Einvernahmen mit den Burschen und Zeugen noch nicht abgeschlossen, es gibt jedenfalls Anzeigen an die Staatsanwaltschaft und die Bezirkshauptmannschaft wegen des Verdachts der Körperverletzung.
Beide Jugendliche mit Migrationshintergrund seien laut den ermittelnden Beamten bereits amtsbekannt.
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