Es klingt ein wenig nach Hollywood: Ein 62-jähriger Oberösterreicher wollte die RSa-Briefe seiner Mieterinnen holen und damit 1000 Euro erbeuten. Mit Stöckelschuhen, Perücke und Kleid gab er sich als 29-jährige Frau aus.
Der Mann glaubte offenbar, eine besonders geniale Idee zu haben, mit der er rasch und einfach insgesamt 1000 Euro Klima-Bonus ergaunern könnte. Im Visier hatte er zwei Frauen in seinem Wohnort. Doch für „Miss Doubtfire“ kam alles anders.
Der 62-jährige Wohnungsvermieter aus Bad Wimsbach-Neydharting hatte zuvor nämlich ausspioniert, dass zwei seiner Mieterinnen (24 und 29 Jahre alt) eine Verständigungsnachricht zur Abholung des RSa-Einschreibens für den Erhalt eines Klima-Bonus-Gutscheins im Wert von jeweils 500 Euro in ihren Briefkasten geworfen bekommen hatten.
Postkastl geplündert
Daraufhin fischte der Mann kurzerhand die beiden Benachrichtigungen heraus und bereitete sich für einen Gang zum Postpartner vor, wo die Schreiben hinterlegt waren. Sein Plan sah vor, sich in zwei Anläufen als seine Mieterinnen auszugeben, die Briefe, die nur an die Adressaten abgegeben werden dürfen, abzuholen und in ihrem Namen den Klima-Bonus einzukassieren.
Visitenkarte als Ausweis
Der 62-Jährige schminkte sich als Frau, schlüpfte in ein Kleid, setzte sich eine Perücke auf und stöckelte in hochhackigen Schuhen zur Abholstelle. Dort behauptete der ältere Mann die 29-jährige Mieterin zu sein und legte eine selbstgefertigte Visitenkarte vor, auf der ein unscharfes Bild zu sehen war. Zu seiner großen Überraschung stieß er beim Postpartner aber auf Widerstand. Ihm wurde erklärt, dass eine Visitenkarte nicht als Ausweis gelte und man ihm die behauptete Identität außerdem nicht abnehme.
Polizei stand vor der Tür
Frustriert marschierte der Vermieter ohne den erhofften Klima-Bonus-Gutschein zurück nach Hause. Es dauerte nicht lange und die Polizei stand vor der Tür. Der 62-Jährige legte daraufhin ein Geständnis ab. Er wurde bei der Staatsanwaltschaft Wels wegen versuchten Betruges auf freiem Fuß angezeigt.









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