Trotz anhaltender Störfeuer soll der geplante Verkauf der Borealis-Stickstoffsparte schon den Behörden zur Prüfung vorliegen. Noch scheinen hier aber Details offen.
Die Lebensmittelversorgung in Österreich ist in Gefahr; ein Düngemittelmonopol entsteht; der geplante Verkauf ist sowieso unzulässig - mit lautstark geäußerten Bedenken wie diesen und einem Gutachten wettern Bauern-Vertreter seit Wochen gegen die geplante Übernahme der Borealis-Stickstoffsparte durch den tschechischen Agrofert-Konzern.
Agrofert wird nicht müde zu betonen, dass man die Bedenken ernst nehme. Der Konzern sucht das Gespräch und gab eine Standortgarantie für Linz ab, will hier auch investieren. Geld scheint genug vorhanden. Allein 810 Millionen Euro will sich Agrofert die Düngemittelerzeugung der Borealis kosten lassen. Noch heuer soll der Deal vollzogen werden, heißt es von Borealis.
Zusätzliche Unterlagen wurden angefordert
Doch läuft wirklich alles so reibungslos ab, wie es nach außen hin den Anschein haben soll? Während etwa eine Borealis-Sprecherin auf „Krone“-Anfrage meint, dass die Transaktion bereits vor Wochen bei der Wettbewerbsbehörde angemeldet wurde, haben bislang weder die Europäische Kommission noch die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde die geplante Übernahme durch Agrofert formell zur Prüfung angemeldet. Müssen also noch Details geklärt werden, damit der Deal wasserdicht ist? Agrofert-Vorstand Petr Cingr betont, dass noch zusätzliche Unterlagen von der EU-Kommission angefordert wurden.
Abseits davon setzen die hohen Gaskosten der Düngemittelbranche gewaltig zu. Auch Borealis hat Produktionen gedrosselt, wie etwa jene in Linz.










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