Weil er die „Ehre“ seiner Frau verletzt sah, attackierte ein illegaler Migrant aus Syrien an der Grenze bei Nickelsdorf sechs Beamte - Festnahme! Jetzt stand der 37-Jährige in Eisenstadt vor Gericht und kam am Ende des Prozesses sofort frei.
Mit Frau und Kind (2) war ein Syrer vor dem Bürgerkrieg in die Türkei geflohen. Dort war die Familie in Sicherheit, der Mann arbeitete. Doch eines Tages beschloss er, weiter nach England zu reisen. Um dorthin zu gelangen, zahlte das Familienoberhaupt 6000 Euro an Menschenschmuggler. Doch in Nickelsdorf war die Reise zu Ende, als das Fahrzeug der Schlepper gestoppt wurde. Die Insassen wurden daraufhin erkennungsdienstlich behandelt.
Dafür forderten Beamte die Frau auf, ihren Schleier für das obligatorische Foto abzunehmen. In diesem Moment rastete der Mann aus. Weil er damit die „Familienehre“ verletzt sah, versuchte er, auf sechs Polizisten einzuprügeln und biss einen Beamten so brutal in den Finger, dass der Polizist ins Spital fahren und anschließend sogar Antibiotika einnehmen musste. Der Tobende wurde festgenommen und wanderte in U-Haft.
Täter will in Österreich bleiben
Die Staatsanwaltschaft klagte den illegalen Grenzgänger wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und schwerer Körperverletzung an. Beim Prozess wirkte der Syrer emotionslos, seine über die Dolmetscherin ausgesprochene Entschuldigung an das Opfer eher einstudiert. Er bekannte sich zwar schuldig, beschwerte sich gleichzeitig aber sinngemäß über das Verhalten der Polizisten und sah nicht ein, weshalb er seine Fingerabdrücke hatte abgeben müssen. Zudem erklärte er, nun - „so Gott will“ - in Österreich bleiben zu wollen. Anderer Syrer hätten ihm erzählt, dass das Leben aufgrund des Sozialsystems hier besser als in England sei.
Mildes Urteil
Richterin Melanie Gschiel verurteilte den bis dato Unbescholtenen zu sechs Monaten Haft auf Bewährung. Außerdem muss der Syrer dem verletzten Beamten 500 Euro Schmerzensgeld zahlen. Ob der Beamte das Geld jemals sieht, ist allerdings fraglich, denn der Täter ist derzeit ohne Beschäftigung.
Enthaftung nach Prozess
Der Angeklagte wurde nach der Verhandlung auf freien Fuß gesetzt. Mit einem Grinser im Gesicht fragte der 37-Jährige, ob er nicht Unterstützung haben könne, um von Eisenstadt weg zukommen. Frau Rat verwies ihn an die Caritas und wünschte ihm noch alles Gute ...











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