Doppelmord in Berlin
Mutmaßlicher Täter in U-Bahn-Station festgenommen
Dem Mann werden zweifacher Mord und Mordversuch in drei Fällen zur Last gelegt, sagte eine Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft. Der Mann habe die Schüsse bei einer Polizei-Vernehmung auch eingeräumt. Zum Motiv habe er allerdings nur unklare Angaben gemacht - deshalb gehen die Ermittlungen weiter.
Spezialkommando nimmt Verdächtigen fest
Ein Spezialeinsatzkommando hatte den mutmaßlichen Todesschützen in der Nacht auf Montag festgenommen, nachdem er aus einem Taxi ausgestiegen und gerade auf dem Weg in den U-Bahnhof war. Er sei unbewaffnet gewesen und habe keinen Widerstand geleistet, berichtete die Polizei. Unmittelbar danach habe er die Ermittler zu einem in der Nähe des Tatorts liegenden Versteck geführt. Nach den Schüssen habe er die Waffe im Gebüsch verborgen. Eine Analyse soll nun zeigen, ob es sich um die Tatwaffe handelt.
In den vergangenen Tagen hatte er sich in einem leeren Haus in Berlin-Britz versteckt. Die Polizei bestätigte einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach es sich um ein verlassenes Krankenhaus gehandelt habe.
Mutter und Schwester der Ex-Frau getötet
Der Mann soll am vergangenen Donnerstag einem Auto aufgelauert haben, in dem seine Ex-Frau saß. Er schoss auf das Fahrzeug und tötete die 45 Jahre alte Mutter und eine 22-jährige Schwester der Frau. In dem Kugelhagel wurde auch ein 27 Jahre alter Bruder schwer verletzt. Danach flüchtete der Täter zu Fuß. Nach vorläufigen Erkenntnissen soll Rache für die Trennung das Motiv gewesen sein. Die Ex-Frau des mutmaßlichen Täters sowie ein gleichaltriger Mann in dem Wagen blieben unverletzt.
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