Eine konsumfreie Zone zum Verweilen und Feiern ohne Aufsicht für die einen, ein Albtraum für die anderen. Die Wiental-Terrasse in Wien-Magareten scheidet die Geister. Was kann man da tun?
Eine Terrasse zum Verweilen über den Gleisen der U4 nahe der Station Pilgramgasse - als konsumfreie Zone mit gemütlichen Bänken für jedermann. Was an sich nach einer wundervollen Idee klingt, wurde für die Anrainer zum „Albtraum“. Vor allem im Sommer.
Trotz dicht bebautem Gebiet
„Wir haben uns schon vor dem Bau der Terrasse dagegen ausgesprochen, weil wir da bereits befürchtet haben, dass es zu Ruhestörungen kommen wird“, sagt Brigitte A. Anders als in Schanigärten müssen die Anwesenden hier nicht um 22 Uhr die Fläche verlassen oder sich zumindest leiser verhalten. „Obwohl das ein dicht bebautes Gebiet ist“, ärgert sich A.
„Publikum hat sich zum Schlechteren geändert“
Viele Gruppen junger Menschen halten sich hier bis in die frühen Morgenstunden auf. Zu dröhnenden Bässen aus den Boxen gesellt sich lautes Geschrei. Sogar Skateboards werden durch die Gegend geworfen. „Leider hat sich das Publikum im Laufe der Jahre zum Schlechteren geändert“, schildert Markus W. Mittlerweile würde auch mit Drogen gedealt werden, einmal habe man sogar rechtsradikale Lieder gehört.
Beschwerden von Anrainern
Mehrere Anrainer riefen bereits die Polizei. Auch Bezirkschefin Silvia Jankovic (SPÖ) wurde gebeten, einzuschreiten. Doch außer ein paar Aufklebern, auf denen steht, man solle auf die Anrainer Rücksicht nehmen, hat sich nichts getan. In einem Schreiben an die Bewohner verweist Jankovic auf die Wichtigkeit von konsumfreien Zonen. Für die Anrainer ist aber auch Nachtruhe wichtig. Die Polizei soll die Gegend nun öfter kontrollieren.










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