„Krone“-Briefing

Wien Energie: Wer hat in der Pendeluhr geschlafen?

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29.08.2022 15:28

Schlittert die Stadt Wien in einen veritablen Finanzskandal? Angesichts der stark steigenden Energiegroßhandelspreise braucht nun die Wien Energie (Stadt ist 100-prozentiger Besitzer) noch mehr finanzielle Unterstützung - nämlich sechs Milliarden Euro an Krediten bzw. Garantien. Mittlerweile ist gar von 9 Milliarden Euro die Rede. Für Energie-Control-Chef Walter Boltz ist die Vorgangsweise nicht mehr nachvollziehbar: „Unverständlich, warum das Risiko erst am Freitag aufgefallen ist!“

Krone-Wirtschaftschef Georg Wailand sieht das ähnlich: „Es ist grotesk: Fast täglich trommelt die SPÖ für die Einführung einer “Übergewinn-Steuer„, weil die Energiekonzerne derzeit ja im Geld schwimmen, da könnte man so gut zwei Milliarden Euro einnehmen und damit Hilfen für die inflationsgeplagte Bevölkerung auszahlen. Und dann das: Praktisch gleichzeitig muss die Wien Energie eine dramatische finanzielle Schieflage eingestehen. In großen Unternehmen gibt es üblicherweise eine Liquiditätsplanung und ein Risikomanagement. Hat da jemand in der Pendeluhr geschlafen?“

Apropos SPÖ: Deren Chefin Pamela Rendi-Wagner ist heute Abend bei den ORF-Sommergesprächen zu Gast. Auf die Antworten sind wir gespannt, denn bislang hat sich das offizielle rote Wien wenig bis gar nicht zu dem drohenden Debakel geäußert.

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