Skandal auf den Lokalseiten. Am Tag danach … hat sich der Rauch noch längst nicht verzogen. Die Schmach von Rapid Wien, des vielbeschworenen Rekordmeisters, sich von einem Verein des Zwergstaates Liechtenstein aus dem europäischen Fußball werfen zu lassen, ist für Fans, Freunde und die Führungsriege des Wiener Vereines, vor allem aber für dessen Trainer schwer verkraft- und verarbeitbar. Das Rapid-Ausscheiden gegen Vaduz - es beschäftigt auch die „Krone“-Leser und „Krone“-Kolumnisten. Franziska Trost berichtet davon, dass ihr das Match Tränen in die Augen trieb „nicht, weil es so ein Trauerspiel für Rapid war, sondern wegen der Freude der Liechtensteiner“. Unser „Postler“ Michael Jeannée erzählt von seinem Zwiegespräch mit „Krone“-Sportchef Peter Moizi. Der habe natürlich erwartet, dass Jeannée seine Samstags-Kolumne zu Rapid schreiben würde - und diese daher im Sportteil erscheinen würde. Doch Jeannée wollte seine Rapid-Kolumne nicht im Sportteil platziert sehen. Weil, wie er schreibt, der Fußball Rapids nichts mehr mit Sport zu tun gehabt habe. Das sei glatte Arbeitsverweigerung gewesen. „Und somit ein Skandal, der auf die Lokalseiten gehört“, wie der Postler meint. Ein Trauerspiel - das war es auf jeden Fall.
Super-Debakel. Und was meint der Sportchef selbst? Peter Moizi schreibt von einem „rabenschwarzen Fußball-Abend statt historischer Nacht“, Österreich hätte von erstmals fünf Klubs in den Europapokal-Gruppenphasen geträumt. Doch die brutale Realität seien „drei Spiele, drei Pleiten - 1:9 in Treffern.“ Die Austria und Wolfsberg müssten nach ihren „Vier-Tore-Packungen“ froh sein, dass es Rapid gibt. Moizi: „Weil die Hütteldorfer mit ihrem Super-Debakel gegen Vaduz die ganze negative Aufmerksamkeit auf sich ziehen.“ Er vergleicht das blamable Ausscheiden mit Österreichs 0:1 gegen die Färöer 1990, das 0:9 neun Jahre später in Spanien - oder Salzburgs Scheitern in der Champions-League-Qualifikation 2012 gegen Düdelingen. Moizi wörtlich: „Rapids peinliches Aus gegen den Fußball-Zwerg reiht sich in die Liste unserer größten Kicker-Demütigungen nahtlos ein.“ Jaja, in diesen so angespannten Zeiten - da kann uns nicht einmal der Fußball positive Entspannung verschaffen. Kommen Sie gut durch den Samstag!
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