Gleich zweimal gelangte am vergangenen Wochenende Abwasser durch ein Abflussrohr in einen Zufluss des Wörthersees. Untersuchung mit Kamera deckte am Montag Mängel auf.
Schon am Samstagabend drohte ein Ölfilm am Wasser des Damtschacher Baches in Velden in den Wörthersee zu gelangen. Durch das rasche Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehr Velden und dem niedrigen Wasserstand des Baches konnte verhindert werden, dass das Öl den beliebten Badesee nicht erreichen konnte.
„Die Ölsperren wurden über Nacht aufrechterhalten, Sonntag in der Früh haben wir die Eintrittsstelle noch einmal kontrolliert. Da hat alles gepasst“, berichtet Thomas Kotz von der FF Velden. Aber nur weniger Stunden später wurde erneut von einem Zeugen ein Ölfilm gemeldet.
Speiseöl kann grundsätzlich kostenlos bei allen Altstoffsammelstellen abgegeben werden. In Velden ist das auch beim Recyclinghof möglich.
Besichtigung mittels Kamera
Das Rohr, durch das das Speiseöl ausgetreten war, wurde dieses Mal von der Feuerwehr verschlossen. Drei neue Ölsperren wurden errichtet. „Die Gemeinde Velden hat mittels einer Kamera untersucht, wohin das Rohr führt und was den Ölaustritt verursacht hat“, bestätigt der Tiefbau-Leiter Günther Ogris. Herausgestellt hat sich dabei, dass durch einen Defekt im Oberflächenkanal, Abwasser eingedrungen ist. „Das Problem wird noch Montagabend behoben“, so Ogris.
Derzeit geht Landeschemiker Michael Fuchs aber von keiner Umweltgefährdung aus: „In diesen geringen Mengen ist Speiseöl nicht gefährdend. Die Wasserproben, die die Feuerwehr entnommen hat, werden im Labor untersucht.“
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