Bei Afrika-Besuch
Frankreichs Macron nennt Russland „Kolonialmacht“
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Russland wegen des Ukraine-Kriegs die Haltung einer Kolonialmacht vorgeworfen. „Russland ist eine der letzten Kolonialmächte“, sagte er bei einem Besuch im westafrikanischen Benin. Das habe sich gezeigt, als Russland entschieden habe, „ein benachbartes Land zu überfallen, um seine eigenen Interessen zu vertreten“, erklärte er.
„Das ist ein Krieg des frühen 20. oder auch des 19. Jahrhunderts“, so Macron mit Blick auf den russischen Einmarsch in der Ukraine, mit dem in Europa niemand mehr gerechnet habe.
„Und das sage ich auf einem Kontinent, der koloniales Machtstreben erlitten hat“, sagte er in Anspielung auf die koloniale Vergangenheit vieler afrikanischer Staaten.
Macron war am Montag in Kamerun eingetroffen, wo er mit dem seit 40 Jahren regierenden Präsidenten Paul Biya zusammengetroffen war. Er will nach Benin noch Guinea-Bissau besuchen. Die Afrika-Reise (siehe Video oben) steht auch im Zeichen einer erneuerten Partnerschaft Frankreichs mit dem afrikanischen Kontinent, wo die einstige Kolonialmacht Frankreich den wachsenden Einfluss von Russland und China mit Sorge beobachtet.












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