„Sahen Krieg kommen“
Odessa-Bischof: Krieg ist Preis für Unabhängigkeit
Der russische Angriffskrieg ist nach den Worten des katholischen Bischofs von Odessa, Stanislaw Szyrokoradiuk, der Preis, den die Ukraine für ihre Unabhängigkeit zahlen muss. „Wir haben schon gewusst, dass dieser Krieg kommt“, so Szyrokoradiuk, der in diesen Krisenzeiten bis zu sechsmal täglich die Heilige Messe feiert.
Der Wunsch, zur Europäischen Union zu gehören, habe die Situation zusätzlich verschärft. Dass das Land auch noch seine sowjetische Vergangenheit hinter sich lassen wollte, sei der letzte Tropfen auf dem heißen Stein gewesen, erklärte er gegenüber Kathpress.
„Kirchen sind voller als vor dem Krieg“
Für die Bevölkerung in der Ukraine sei es wichtig, dass die Priester und Ordensleute das Land trotz des Krieges nicht verlassen hätten, so der Bischof der südukrainischen Großstadt. Seit Februar feiere er viermal täglich die heilige Messe, am Sonntag sogar sechsmal. „Die Kirchen sind jetzt voller als vor dem Krieg.“
Diese geistliche Unterstützung sei wichtig, auch wenn sich die Lage in Odessa langsam verbessere. Viele Menschen kehrten aus dem Ausland zurück, aus anderen Teilen der Ukraine kämen neue Geflüchtete an. Auch immer mehr Journalisten seien vor Ort. Das zeige, dass die Stadt langsam sicherer werde, dennoch sei täglich mit Angriffen zu rechnen.















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