
Seit Coronabeginn hat sich der Medikamentengebrauch in Österreich drastisch erhöht, vor allem bei Schmerz- und Schlafmitteln. Geschätzte 300.000 Personen sind arzneimittelabhängig!
„Doping im Alltag“ klingt vielleicht hip, ist aber brandgefährlich: eine Tablette zum Einschlafen, eine Kapsel, um sich besser konzentrieren zu können, da ein Schmerz-, dort ein Aufputschmittel, „Stärkungstropfen“. Das wirkt sich seit Pandemiebeginn ganz besonders aus. Laut Anton-Proksch-Institut Wien, eine der führenden Suchtkliniken Europas, umfasst Alltagsdoping den obligatorischen Morgenkaffee, die Zigarette vor der Arbeit, den Espresso in der Nachmittagspause oder das Glas Wein abends zum Entspannen auf der Couch.
Doch eben auch Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel werden gezielt zur Beeinflussung der Psyche und zur Leistungssteigerung bei Gesunden (!) eingenommen. Wenn Sie nur ein paar dieser Substanzen regelmäßig nutzen - überhaupt in Kombination - sollten die Alarmglocken klingeln!
Erst aufputschen, dann Schlafmittel
Das Ergebnis einer von der Stiftung Anton-Proksch-Institut in Auftrag gegebenen Repräsentativerhebung, durchgeführt vom Institut für Sozialästhetik und psychische Gesundheit der Sigmund Freud Privatuniversität Wien, zeigt beunruhigende Daten:
Eine genaue Angabe ist deshalb schwer möglich, da die Medikamentenabhängigkeit, wie keine andere Suchterkrankung, im Verborgenen stattfindet und die Betroffenen sehr lange sozial unauffällig bleiben.
Prim. Dr. Wolfgang Preinsperger, Ärztlicher Direktor am Anton-Proksch-Institut
„Eine genaue Angabe ist deshalb schwer möglich, da die Medikamentenabhängigkeit, wie keine andere Suchterkrankung, im Verborgenen stattfindet und die Betroffenen sehr lange sozial unauffällig bleiben", so Prim. Dr. Wolfgang Preinsperger, Ärztlicher Direktor am Anton-Proksch-Institut, eine der führenden Suchtkliniken Europas.
Steigerung vom Leistung und Wohlbefinden
Frauen setzen dabei bis auf Koffein alle Substanzen ein, um sich besser und leistungsstärker zu fühlen, Männer benutzen sie als Medikament im Umgang mit Überbelastung.
















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