Schon nach zwei Rennen geht es in der Formel 1 rund! Das neue Werksteam von Audi muss sich einen neuen Teamchef suchen. Der Brite Jonathan Wheatley wird den Rennstall mit sofortiger Wirkung aus persönlichen Gründen verlassen. Er soll nach dem Desaster bei Aston Martin Design-Guru Adrian Newey nachfolgen. Hier eine Kolumne von „Krone“-Reporter Stefan Burgstaller.
Verspätet zu den Tests, bei beiden Grand-Prix beide Autos frühzeitig abgestellt, auch wegen Gesundheitsgefahr für die Piloten Fernando Alonso und Lance Stroll – Aston Martin ist ein Desaster. Auch Motorenlieferant Honda sieht dabei nicht gut aus. Den schlechtesten Eindruck hinterlasst aber Adrian Newey. Der Design-Guru wollte Teamchef sein, nach zwei Rennen ist er diesen Job wieder los, soll sich auf das Zeichnen von funktionierenden Autos konzentrieren
Schon in seiner Zeit bei McLaren baute der spätere „Vater“ der Red-Bull-Weltmeisterautos im Jahr 2002 mit dem MP4-18 einen Flop: Auch damals wurde er nicht rechtzeitig fertig, dann kämpfte das Auto mit Überhitzung, schwieriges Fahrverhalten führte zu Unfällen in der Erprobung, Testpilot Alexander Wurz verlor sogar einmal ein Rad. Der M4-18 wurde ohne Renneinsatz eingestampft.
Die Degradierung von Newey löst jetzt ein kleines Erdbeben in der Formel-1-Führungsriege aus: Jonathan Wheatley, der Sauber auf dem Weg zum Werksteam von Audi letztes Jahr als Teamchef durchaus einen Klasse stärker machte, schmiss seinen Job – und soll bei Aston Martin übernehmen. Der Ex-Red-Bull-Mann zieht seine Heimat England offenbar den Zentralen im Schweizer Hinwil und Neuburg an der Donau vor.
Der künftige Boss der „Grünen“ soll bei Audi auch nicht ganz grün mit Mattia Binotto, Leiter des F1-Projekts, geworden sein. Letzterer darf nun bei Audi auch als Teamchef anpacken – wie er es von 2019 bis 2022 schon bei Ferrari war. Mit mäßigem Erfolg. Unter seiner Führung gab es bloß sieben GP-Siege.
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