„Krone“-Interview

„Tatort“-Duo Neuhauser und Milberg in der Ehekrise

Unterhaltung
21.03.2026 07:00

Adele Neuhauser und Axel Milberg sind als TV-„Tatort“-Kommissare Publikumslieblinge – im neuen Film „Mit und ohne Simone“ wechseln sie ins Komödienfach. Die „Krone“ sprach mit Milberg.

Nach über 20 Jahren beim Kieler „Tatort“ war es für Axel Milberg Zeit, etwas Neues zu machen: „So wunderbar viele Borowski-Folgen waren, als TV-Ermittler war ich doch eher wie ein Gastgeber für andere, die den Schrecken, die Sehnsucht oder Hoffnung zu spielen hatten. Nun erfüllt es mich, andere Welten zu erleben.“ Mit Adele Neuhauser den Film „Mit und ohne Simone“ zu drehen, der am Montag Premiere bei der Diagonale in Graz feiert und später im ORF zu sehen sein wird, war eine Freude für ihn: „Es hat uns, glaube ich, beiden Spaß gemacht, ein zänkisches Ehepaar zu spielen.“

Axel Milberg spielte über 20 Jahre im Kieler „Tatort“ den Ermittler Klaus Borowski.
Axel Milberg spielte über 20 Jahre im Kieler „Tatort“ den Ermittler Klaus Borowski.(Bild: Jim Rakete)

Zwei Ermittler gehen in Fernseh-Pension
Auch Neuhauser hört ja dieses Jahr beim „Tatort“ auf, die beiden sind also „Leidensgenossen“: „Ich denke, uns beiden fällt der Abschied nach so vielen Jahren leicht, weil wir uns auf all die neuen Aufgaben freuen. Und unser neuer Film ist doch auch ein bisschen wie ein ,Tatort‘, denn wir hoffen, am Ende den Fall ,Ehekrise‘ zu lösen“, scherzt der Schauspieler im „Krone“-Interview. Dem es wichtig war, dass er in der Komödie von Mirjam Unger kaum wiederzuerkennen ist: „Das wollte ich unbedingt. Nicht einmal meine Agentin hat mich am Drehstartfoto erkannt!“

Glückliche Paare haben in „Mit und ohne Simone“ die Chance auf eine Prämie.
Glückliche Paare haben in „Mit und ohne Simone“ die Chance auf eine Prämie.(Bild: ORF Interspot Alessio Maximilian Schroder)

Milberg ist selbst schon ähnlich lange verheiratet wie seine Filmfigur Walter: „Natürlich kommt einem da einiges bekannt vor. Aber wir arbeiten daran und üben uns dabei in Großzügigkeit. Wenn meine Frau tatsächlich mal sagt: ,Ich bin aber so!‘, dann weiß ich, das mag sie nicht verändern, und akzeptiere das gerne.“

Der Wahl-Münchner liebt es, in Österreich zu sein, und genoss den Dreh in Wien so sehr, dass er schon bald wiederkommt – zuerst gleich morgen, Sonntag, für seine Lesung „Geschichten aus der Welt des Theaters“ im Theater Akzent (es gibt noch Karten). Und im April kommt er erneut ans Set von Mirjam Unger in der Bundeshauptstadt. Wieder hat er eine Top-Schauspielpartnerin an seiner Seite, spielt doch Iris Berben seine Ex-Frau im Austro-Film „Die dritte Hochzeit“.

Mit dem Dialekt hat er dank seiner Jahre in München keine Verständnisprobleme, im Gegenteil: „Es ist sogar so, dass ich immer durch meine Spielfreude in Gefahr bin, selber im österreichischen Dialekt zu sprechen. Aber ich habe mich zurückgehalten, das kann übel aufgenommen werden“

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