Das Sportleistungsmodell mit 600 Schülern soll in die Kumpfgasse nach Klagenfurt ziehen. Lehrer schreien Alarm, denn das würde lange Busfahrten statt kurzer Wege zum Training bedeuten. So stirbt der Sport.
Es klingt wie ein Schildbürgerstreich. 30 Minuten vor der Feier zum 25-Jahr-Jubiläum erfuhren die Verantwortlichen des Schulsportleistungsmodell (SSL) Kärnten, dass eine Umsiedelung des Zentrums von der Pädagogischen Hochschule (früher Pädak) in die Kumpfgasse in der Innenstadt geplant ist. 600 Schüler sind davon betroffen. „Es gibt Fragen ohne Ende“, grollt Franz Wilfan.
25 Stunden werden in der Woche trainiert. Anlagen für alle Sportarten wurden bei der einstigen Pädak angesiedelt. „Bisher waren die kurzen Wege Bedingung. Von der Kumpfgasse aus müssten die Schüler 35 Minuten zum Training fahren, ebenso lange zurück. Spitzensport wäre nicht mehr zumutbar.“
„Es geht um Kinder, man versucht etwas zu ruinieren, was perfekt funktioniert“, sagt NHL-Spieler Michi Raffl, der im Sport-BORG maturiert hat. „Österreichs Sport hinkt bei der Ausbildung hinterher. Dieser Schritt wäre irreparabel.“ Wilfan: „Das muss gestoppt werden. Alle Veranwortlichen an einen Tisch.“











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