Keiner zuständig?

Behörden-Wirrwarr um gefundenes Katzen-Baby

Burgenland
29.06.2011 15:33
Ein armes Katzen-Baby verstrickt im Paragrafendickicht: Von einem Passanten aus einem Kanal in Jennersdorf gerettet, wurde der Findling bei einer Tierärztin versorgt, die ihn dann in die Obhut der Gemeinde geben wollte. Doch die Behörde erklärte sich nicht zuständig.

Erst wenige Wochen alt, saß ein Kätzchen in einem Kanal in Jennersdorf fest. Ein Passant hörte das Winseln, kam der verängstigten Baby-Samtpfote zu Hilfe und brachte den kleinen Vierbeiner zu Veterinärmedizinerin Michaela Labitsch. Als die Tierärztin nach der Erstversorgung den Findling der Gemeinde zur weiteren Betreuung übergeben wollte, hieß es nur: "Wir sind dafür nicht zuständig."

Dazu "Krone"-Tierressortleiterin Maggie Entenfellner: "Es ist ein Skandal, dass die Betreuung von sogenannten Fund-Katzen nicht konkret geregelt ist." Die Verantwortung der Behörden könne nicht einfach auf engagierte Veterinärmediziner oder Tierfreunde abgewälzt werden. Entenfellner: "Hier muss schleunigst eine Lösung im Sinne des Tierschutzes gefunden werden."

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