Molkereien und Milchbauern stehen durch die hohen Kosten für Energie, Futter & Co. stark unter Druck. Weitere Preisanpassungen bei Milch, Butter, Käse usw. werden gefordert.
Die Kostenlawine macht auch vor der heimischen Milchwirtschaft nicht halt. „Nicht nur Energie, auch Verpackungen, Folien und Futtermittel sind deutlich teurer geworden“, so Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter. Abgegolten wurden die Steigerungen vom Handel aber nur zu einem kleinen Teil. So hätten die Preise für Milchprodukte im Vorjahr im Geschäft durchschnittlich nur um 3 Prozent zugelegt.
Um das Überleben der Branche zu sichern, verhandelt man daher mit den Handelsriesen erneut über höhere Preise. Bei Milch bräuchte man im Supermarkt rund 20 Cent je Liter mehr, Butter müsste um weitere 20 bis 30 Prozent teurer werden, um die Mehrkosten zu decken, erklärt Petschar. Denn auch der Milchpreis für die Bauern sollte Richtung 50 Cent gehen. Im Vorjahr waren es im Schnitt 42 bis 44 Cent je Liter. Ein Vorbild sei zuletzt Deutschland. Dort hat der Handel bereits viele Milchprodukte verteuert bzw. haben Verarbeiter (z. B. Meggle) den Milchpreis auf 50 Cent erhöht.
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