Fr, 19. Oktober 2018

Studie von Pfizer

31.05.2011 11:11

Raucher gefährden eher die Beziehung als aufzuhören

In welchem Ausmaß die Sucht nach der Zigarette nicht nur die Gesundheit, sondern auch den Alltag beeinflusst, zeigt pünktlich zum Weltnichtrauchertag eine Studie der Pharmafirma Pfizer. Rund 1.000 Raucher und Raucherinnen aus Österreich wurden befragt - ganze 35 Prozent gaben an, selbst bei einem drohenden Beziehungs-Aus das Qualmen nicht sein zu lassen.

71 Prozent haben der Studie zufolge bereits versucht, mit dem Rauchen aufzuhören, allerdings erfolglos. Einer der Gründe, warum ein Großteil scheiterte, war die Tatsache, dass das Rauchen von vielen nicht als Sucht betrachtet wurde und in Folge dessen auch keine ärztliche Hilfe in Anspruch genommen wurde.

Nicht nur das gesundheitliche Risiko, sondern auch die Auswirkungen auf den Alltag werden bei der Umfrage deutlich: 61 Prozent gaben an, Regen oder Schnee in Kauf zu nehmen, um eine Zigarette rauchen zu können. 52 Prozent lassen sich trotz starker Halsschmerzen oder einer Erkältung nicht vom Rauchen abhalten und 44 Prozent verlassen auch noch spät abends das Haus, nur um am nächsten Morgen nicht ohne Zigaretten dazustehen.

Immerhin zwölf Prozent gestanden, schon einmal die halb gerauchte Zigarette einer anderen Person fertiggeraucht zu haben. Familienfeiern und Treffen mit Freunden, bei denen nicht geraucht werden kann, werden von 14 Prozent gemieden.

Oft wird versucht, das Rauchverhalten vor Freunden und Familie zu verheimlichen. Mints und Parfums sind von etwa einem Drittel der Befragten die bevorzugte Methode, um Rauchgeruch vor anderen zu verbergen.

Willensstärke alleine reicht oft nicht aus
Über die Hälfte aller Rauchaufhörwilligen setzte bei ihrem Versuch, mit den Glimmstängeln Schluss zu machen, auf ihre Willenskraft und scheiterte. 72 Prozent der Befragten gaben an, bei keinem der Versuche ärztliche Hilfe gesucht zu haben. Es sei bloß eine Frage des Willens, ist die weit verbreitete Überzeugung. Dabei kann ein Arzt in der Raucherentwöhnung laut Pfizer eine entscheidende Rolle spielen. Wie Untersuchungen ergeben hätten, könne schon eine kurze Beratung durch einen Arzt die Wahrscheinlichkeit auf dauerhafte Rauchabstinenz um bis zu 50% erhöhen.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.