Für Biomasse-Gewinn

Grüne fordern Stopp von Rodungen entlang der Ufer

Burgenland
24.05.2011 16:21
Das Burgenland will bis zum Jahr 2020 "energieautark" sein - dieses aus Sicht der Grünen begrüßenswerte Ziel hat aber eine ungeahnte Schattenseite. Denn zur Gewinnung von Biomasse wird teilweise das Ufergehölz gerodet. Umweltsprecherin Christiane Brunner fordert einen sofortigen Stopp dieser Maßnahme.

"Im Winter wurden in vielen Ortschaften entlang der Bäche weitreichende Schlägerungen durchgeführt. Als Begründung wurde meist der Hochwasserschutz genannt. Jetzt kam heraus, dass wirtschaftliche Überlegungen hinter der Vernichtung stehen", erklärte Christiane Brunner.

Zudem kritisiert die Umweltsprecherin, dass es kaum Nachpflanzungen entlang der Bäche gegeben hat und dass auf den Umweltschutz ebenfalls nicht geachtet wird.

"Die Gewässer sind im Sommer durch übermäßige Erwärmung in Gefahr – keine Spur von besseren Lebensbedingungen für Fische und andere Tiere", so Brunner weiter. Die Grünen fordern daher, dass Schlägerungen nur mehr unter Überwachung und nach Beratung von Naturschutzexperten stattfinden und dass nachgepflanzt werden muss.

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