Do, 13. Dezember 2018

19 km hohe Wolke

22.05.2011 14:26

Vulkan auf Island ausgebrochen, ein Airport gesperrt

Auf Island sorgt erneut ein Vulkan für Unruhe. Ein Jahr nach dem Ausbruch des Eyjafjallajökull im April 2010 ist am Samstag der Grimsvötn, einer der aktiveren Vulkane auf der Insel im Nordatlantik, ausgebrochen. Geologen hätten die beginnende Eruption im Süden der Insel beobachtet, berichtete das isländische Fernsehen. Vorsorglich wurde ein Flugverbot im Umkreis von 200 Kilometern erlassen, der Flughafen Keflavik, der größte internationale Airport Islands, wurde am Sonntag geschlossen.

Die Sperre wurde um 9.30 Uhr Ortszeit (11.30 Uhr MESZ) wirksam. Laut eigenen Angaben entschied sich die Flughafenaufsicht für die Maßnahme aufgrund der jüngsten Wettervorhersage der britischen Luftfahrtbehörde.

Vor dem Inkrafttreten der Sperre fertigte der Airport noch alle anstehenden europäischen Flüge ab, sämtliche für Sonntagvormittag geplanten Landungen seien planmäßig über die Bühne gegangen, hieß es. Die Schließung weiterer isländischer Flughäfen im Laufe des Tages wurde nicht ausgeschlossen.

19 Kilometer hohe Rauchwolke
Nach einem Beobachtungsflug hieß es, es sei etwas Asche in rund sieben Kilometern Höhe entdeckt worden. Aufgrund der vorherrschenden Windrichtung sei davon auszugehen, dass die Wolke Richtung Skandinavien ziehen werde. Das restliche Europa werde wohl nicht betroffen sein.

Die riesige weiße Wolke sei etwa 19 Kilometer hoch und bestehe vor allem aus weißem Rauch, sagte der Geologe Hjorleifur Sveinbjornsson. Der Rauch sei wahrscheinlich Wasserdampf, der beim Schmelzen des Vatnajokull-Gletschers entstanden sei. Die Rauchwolke konnte in vielen Teilen Islands gesehen werden, sagte der Geologe.

Zuletzt war der Grimsvötn 2004 aktiv gewesen. Damals hatte der Ausbruch nur wenige Tage gedauert. Acht Jahre zuvor, 1996, verursachte ein Ausbruch des Vulkans Fluten, die Straßen und eine Brücke beschädigten, sagte Sveinbjornsson.

ZAMG: Keine Vulkanasche über Mitteleuropa
Laut Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZMAG) ist vorläufig kein Transport von Vulkanasche Richtung Mitteleuropa zu erwarten. Eine erste Simulationen der Ausbreitung der Aschewolke zeige, dass das Material derzeit nicht Richtung Kontinentaleuropa gelange.

"Auch in den folgenden Tagen ist nach den heutigen Modellberechnungen keine Ausbreitung Richtung Mitteleuropa und Alpenraum zu erwarten", erklärten die Experten der ZAMG am Sonntag. Die Simulationen zeigen Teile der Aschewolke am Dienstag über Großbritannien, Dänemark und Südnorwegen. "Über die Konzentration lässt sich vorläufig nicht viel sagen, man weiß ja noch nicht, wie viel Asche freigesetzt wurde", sagte Gerhard Wotawa von der ZAMG. Möglicherweise sei die Konzentration sehr gering.

Eyjafjallajökull sorgte wochenlang für Chaos
Im vergangenen April hatte der Ausbruch des Eyjafjallajökull wochenlang für Chaos im internationalen Flugverkehr gesorgt. Damals wurde der Luftraum in vielen Ländern gesperrt. Gerät Vulkanasche in die Flugzeugtriebwerke, können sie beschädigt werden und sogar ausfallen. Das dadurch notwendig gewordene Flugverbot hatte laut Angaben von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas Europa bis zu 2,5 Milliarden Euro gekostet (Bericht in der Infobox).

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Europa League
Rapid gegen Rangers: Fan-Randale vor dem Stadion
Fußball International
Duell mit Rangers
LIVE: Kopfball an die Latte! Riesenglück für Rapid
Fußball International
Infantino-Plan
WM 2022: Spiele auch in Katars Nachbarländern?
Fußball International
Nach Copa-Finale
Drama: Junger River-Fan von Boca-Anhängern getötet
Fußball International
Mögliche Verstärkungen
„Interessante Namen“ - Bayern auf Transferjagd
Fußball International
Schock bei Adventfeier
Als Harnik-Klub feierte, brachen Diebe Autos auf
Fußball International
Vom Leser inspiriert
Rezept der Woche: Omas Schokokipferln
Lieblingsrezept
Rallye-Paukenschlag
Rekord-Champion Loeb fährt 2019 im Hyundai!
Motorsport
Nach CL-Blamage
Üble Beschimpfung? Real-Star legt sich mit Fans an
Fußball International
Europa League
Ab 21 Uhr LIVE: Salzburg zu Gast im Celtic Park
Fußball International
Benzin-Schwestern:
Die schnellen und reichen Luxus-Gazellen der Wüste
Video Stars & Society

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.