Ohne sie geht im Gesundheitswesen nichts. Doch die Ärzte und Pfleger sind nicht erst seit der Coronapandemie am Limit. Immer mehr schmeißen den Job hin oder leiden an Burn-out, Langzeitkrankenstände sind die Folge. Durch die seit zwei Jahren andauernde Pandemie wurden die Probleme erheblich verschärft.
Protest vor Spital
Aufgrund dieser äußerst angespannten und belastenden Situation veranstaltete die Gewerkschaft Vida, GÖD und GPA und Younion am Donnerstag eine Protestaktion vor dem Krankenhaus Eisenstadt.
Dabei machten die Personalvertreter und betroffenes Personals auf die aktuellen Missstände im Pflegebereich sowie auf Notwendigkeit rascher Handlungsschritte durch die Politik aufmerksam. Gefordert wurden anlässlich der Aktion „Achtung Gesundheit - es ist 5 nach 12!“ gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung für alle Arbeitnehmer im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich.
Die Situation war schon vor Corona angespannt. Die Pandemie hat die Lage weiter verschärft. Es braucht endlich mehr Personal.
Patricia Gangl, Betriebsrätin
Demo auch in Wien
„Herr Dr. Mückstein, kommen Sie endlich aus ihrem Elfenbeinturm und handeln Sie!“, forderte einer der Redner mehr Engagement vom Gesundheitsminister. Der „kritische Punkt“ des Personalmangels sei bereits überschritten, warnen die Gewerkschaften unisono. Für Mai ist eine Demo in Wien geplant.
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