Für die Kritzeleien wurden offenbar Zettel aus einem Fast-Food-Lokal verwendet, die eigentlich für die Gästeregistrierung gedacht sind. Die Unbekannten beschmierten sie mit wüsten Botschaften und klebten die Zettel an die Eingänge von zwei Geschäftslokalen. Bei weiteren zwei schrieben sie das Wort „Nazi“ auf die Glastür – samt Pfeil zum Hinweisschild mit den Corona-Maßnahmen.
Geschäfte nebeneinander
Bei den Betrieben handelt es sich um einen Blumenladen, ein Spielwarengeschäft, eine Parfümerie samt Friseur sowie ein Café für Kinder. Alle befinden sich gleich nebeneinander. Sie reagieren verwundert, warum gerade sie ausgesucht worden sind.
„Ich finde das sehr grenzwertig“, meint die Parfümerie-Besitzerin. Sie sei sehr sozial und ecke mit niemandem an. Aber natürlich müsse sie sich an die Vorgaben des Bundes halten. Die Besitzerin des Spielzeuggeschäftes zeigt sich persönlich getroffen.
Polizei ermittelt
„Wir haben auch viele ungeimpfte Kunden, denen wir die Ware zustellen. Wir sind immer für die Kunden da.“ Es sei traurig, nun als „Nazi“ bezeichnet zu werden. Sie vermutet, dass die vier Geschäfte willkürlich ausgewählt wurden. Die Betriebe haben die Polizei eingeschaltet.
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