28.01.2022 09:24 |

Drama in den USA

Junger Wanderer (21) stürzt bei Selfie in den Tod

Tragischer Unfall im US-Staat Arizona: Ein 21-jähriger Wanderer stürzte beim Versuch, die Aussicht von einem Berggipfel auf einem Selfie festzuhalten, mehr als 200 Meter in die Tiefe. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

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US-Medien zufolge hatte Richard Jacobson mit einem Freund im Lost Dutchman State Park gezeltet. Bei einer Wanderung zum Flatiron-Gipfel sei es dann am Montagmittag zum Unglück gekommen: „Herr Jacobson wollte ein Foto mit sich selbst und der Skyline der Stadt im Hintergrund machen und verlor den Halt, rutschte aus und stürzte“, sagte Sergeant Doug Peoble vom Such- und Rettungsdienst des Pinal County Sheriff‘s Office am Mittwoch gegenüber dem lokalen Sender KPHO-TV. Jacobsons Leiche wurde rund 213 Meter unterhalb des Gipfels gefunden, ein Hubschrauber half bei der Bergung.

„Er starb bei dem, was er gerne tat“
Andrew Thomas, der 2020 drei Monate lang mit Jacobson als Missionar unterwegs gewesen war, beschrieb den 21-Jährigen als Naturburschen, Jäger und Wanderer. Er erinnere sich an ihn als jemanden, der freundlich war und einen guten Sinn für Humor hatte. „Ich denke, er starb bei dem, was er gerne tat, nur auf tragische Weise“, sagte Thomas dem TV-Sender. „Es ist traurig, ihn zu verlieren, aber wir wissen, dass es nicht das Ende ist. Wir werden ihn wiedersehen.“

Jacobsons Familie bedankte sich via Facebook für die „überwältigende“ Anteilnahme „in dieser schweren Zeit“. „Richie wird wirklich vermisst werden, aber er wird IMMER in unseren Herzen sein. (...) Er liebte jeden, den er traf, und sah immer die positiven Eigenschaften in jedem von uns.“

Kein Einzelfall
Jacobsons tragischer Tod ist leider kein Einzelfall. Laut einer Untersuchung der spanischen NGO Fundación iO vom vergangenen Oktober kamen zwischen Jänner 2008 und Juli 2021 weltweit 379 Menschen beim Versuch, sich für „Likes“ in Szene zu setzen, ums Leben. „Viele der Selfie-Todesfälle sind das Ergebnis von Touristen, die an Orten Risiken eingehen, die sie nicht gut kennen“, schrieb die NGO.

Die meisten Todesfälle (nämlich 100) ereigneten sich demnach in Indien, gefolgt von den USA (39) und Russland (33). Sehenswürdigkeiten, die häufig zu tödlichen Selfie-Aktionen führen, sind der Studie zufolge unter anderem die Niagarafälle, der Glen Canyon in den US-Bundesstaaten Utah und Arizona, das Uralgebirge in Russland sowie das Taj Mahal und die Doodhpathri-Bergstation in Indien.

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