18.01.2022 15:37 |

Protest zeigt Wirkung

Sizilien hebt 2G-Pflicht für Fähren auf

Der wachsende Protest gegen die in der vergangenen Woche eingeführte 2G-Pflicht an Bord von Fähren, die Sizilien mit dem italienischen Festland verbinden, hat Wirkung gezeigt. Der Präsident der Region Sizilien, Nello Musumeci, hob am Dienstag per Verordnung die 2G-Pflicht für Fähren auf. Auch Ungeimpfte können nun mit einem negativen Corona-Test an Bord der Fähren gehen, welche die Mittelmeerinsel Sizilien mit dem Festland und mit kleineren Inseln verbinden.

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Musumeci beklagte in seinem Schreiben an die Regierung von Premier Mario Draghi, dass Sizilianer ohne Impfzertifikat auf der Insel „festsitzen“ würden und den Rest des Staatsgebiets auch aus nachgewiesenen dringenden Gründen, etwa gesundheitlichen, nicht erreichen könnten. Er forderte eine Aufhebung der 2G-Regel, weil sie seiner Ansicht nach das Recht auf die Verbindung zwischen den Inseln und dem Festland verletze. Seit dem 10. Jänner gilt in Italien die 2G-Pflicht an Bord öffentlicher Verkehrsmittel und damit auch auf den Fähren.

Der Bürgermeister der sizilianischen Stadt Messina, Cateno De Luca (Bild unten), hatte aus Protest gegen die Isolierung der Mittelmeerinsel zwei Tage in einem Zelt an der Anlegestelle der Fähren, die die Meerenge zwischen Sizilien und Kalabrien verbinden, verbracht und am Dienstag einen Hungerstreik angekündigt.

„Viele Familien können Sizilien für dringende medizinische Eingriffe nicht verlassen. Viele Menschen, die Sizilien verlassen haben, können nicht zurückkehren“, kritisierte De Luca. Er sei nicht gegen die Corona-Restriktionen der Regierung und auch kein Impfgegner, betonte der Politiker. Das Recht der Sizilianer, das italienische Festland zu erreichen, müsse jedoch gewährleistet werden.

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