Nach Vorwürfen

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Pfarrer ein

Burgenland
03.05.2011 11:23
Nach Vorwürfen gegen einen Pfarrer im Bezirk Neusiedl am See wegen dessen Erziehungsmethoden im Religionsunterricht hat die Staatsanwaltschaft Eisenstadt die Untersuchung beendet. Das Verfahren - ermittelt wurde wegen Verdachts der Nötigung und des Quälens Minderjähriger im Schulunterricht - wurde eingestellt, bestätige eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber krone.at am Dienstag. Es habe es in dem Fall zwar Übergriffe gegeben, es sei jedoch die strafrechtlich relevante Grenze nicht erreicht worden.

Die Suspendierung des Geistlichen als Religionslehrer an drei Volksschulen - der Priester war vor Ostern vom Unterricht suspendiert worden (siehe Infobox) - soll jedoch weiter aufrecht bleiben, so Landesschulratspräsident Gerhard Resch. Seitens des Landesschulrates wolle man nun auch eine Kündigung des Pfarrers als Religionslehrer beim Arbeitsgericht anstreben, erklärte Resch am Dienstag.

Der betroffen Priester dürfte sich indes durch die Einstellung der Ermittlungen bestätigt fühlen. Er hatte bisher von einer Verleumdung gesprochen und betont, er werde sicher nicht freiwillig aus dem Schuldienst ausscheiden. Er war am Dienstag für einen Kommentar nicht zu erreichen.

Schüler sollte Hausschuh mit Mund aus Mistkübel holen
Ein erster Vorwurf gegen den Geistlichen war im Februar dieses Jahres an die Öffentlichkeit gelangt, wonach er im Religionsunterricht einen Burschen dazu aufgefordert haben soll, seinen Hausschuh mit dem Mund aus dem Mistkübel zu holen. Der Schüler hatte laut dem Pfarrer zuvor zweimal Schuhe in den Abfall geworfen. In der Folge meldeten sich auch andere Eltern zu Wort, die Staatsanwaltschaft schaltete sich ein.

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