13.01.2022 15:30 |

Pommers Feierabend

Nur wenige Worte über unsere Opposition

Einen schönen Donnerstagabend.

Einmal so Steuern zahlen müssen wie nach dem Prinzip Impfpflicht. Ein paar Beträge ab Februar, vielleicht aber auch erst ab Mai oder im nächsten Schaltjahr oder gar nicht, schauen wir mal. Wenn überhaupt, dann aber nur ein paar Euro, und kontrolliert wird eh kaum. Impfpflicht light nennt sich das. Heißt: Jeder muss sich impfen lassen, außer er will nicht. Es wäre die große Stunde der Opposition - hätten wir eine.

Die SPÖ weiß wieder einmal nicht, was sie will. Die Palette reicht von „Impfpflicht überdenken“ (Hans Peter Doskozil) bis zu Arbeitsverbot für Ungeimpfte (Peter Hacker), was nun wirklich nicht dicht beieinanderliegt. Die Sozialdemokraten als Österreichs Polit-Matroschka. In jeder Meinung ist noch eine andere versteckt, von Mal zu Mal wird das Erzählte kleiner.

Bei der FPÖ können wir gespannt sein, was uns Herbert Kickl als Nächstes im Kampf gegen die Pandemie empfiehlt. Die Malariatherapie steht momentan hoch im Kurs oder die Eiserne Lunge. Und warten wir einmal ab, was passiert, wenn Kickl herausfindet, dass vor Kurzem erst ein Schweineherz erfolgreich in einen Menschen verpflanzt worden ist. Das eröffnet neue Möglichkeiten, weil Schweine ja auch Lungen haben. Herberts Beuschel-Kur. Warum eigentlich nicht? Es muss nicht immer ein Pferd sein.

Wären noch die Neos. Beate Meinl-Reisinger hat auf Facebook erst gestern ihr Titelbild aktualisiert. Sie lächelt in die Kamera, glaube ich zumindest, daneben das Wort Neustart mit einer Rakete als a. Die pinke Chefin ist also komplett abgehoben, wenn ich das richtig interpretiert habe. Zuvor hat sie noch fröhliche Weihnachten gewünscht auf ihrem Profil. Dabei trägt sie einen Pullover, der früher einmal ein Christbaum war. Mehr ist mir in der jüngsten Vergangenheit nicht von ihr in Erinnerung geblieben.

Und so wurschtelt die Regierung bei der Impfpflicht weiter, unterstützt von einer komatösen Opposition. Dafür, dass in Österreich ständig gewählt wird, ist erstaunlich viel Luft draußen.

Morgen berichten wir in der Wien-„Krone“ und auf krone.at/wien über ein Katzencafé. Dort werden freilich keine Katzen serviert, es gibt also nicht Maine-Coon-Tramezzini oder Siamkatzen-Smoothies, sondern Tiere zum Streicheln und Liebhaben. Es wird Sie nicht interessieren, aber ich bin eher der Hunde-Mensch, weil ich mit Schäferhunden groß geworden bin. Also nicht ausschließlich natürlich, ich hatte reguläre Elternteile, es gibt also kein Mogli-Schicksal zu erzählen. Aber so eine Kindheit verbindet. Dennoch schaue ich vielleicht hin. In der heimischen Innenpolitik, heißt es, beißt sich die Katze ständig in den Schwanz. Ich möchte nachsehen, ob die das wirklich machen.

Ich wünsche einen schönen Feierabend, so Sie einen haben.

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