05.01.2022 11:06 |

Ganz (schön) stark

BMW iX M60: Die höchste Münchner E-skalationsstufe

BMW macht sein Luxus-Schiff iX zum Sportler mit dem Siegel der M GmbH. M60 heißt der lautlose Bolide für die rasante Schleichfahrt. Sein Antrieb liefert 455 kW/619 PS und bis zu 1100 Nm, die Optik ist ebenso polarisierend wie bei den zivilen Versionen, M-exklusive Details bringt das Topmodell praktisch nicht mit.

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Die volle Power steht nur mit aktivierter Launch Control zur Verfügung (sonst 1015 Nm), die Münchner wollen also den Spieltrieb seiner Kunden fördern. Dazu passt, dass sie den Wagen auf der Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas präsentiert haben.

Mit Launch Control soll dann auch der Sprintwert von 3,8 Sekunden realisierbar sein, den BMW vorläufig angibt.

Bei der Motorleistung gibt es auch eine Einschränkung: Die 455 kW werden nur bei Vollgas und maximal knapp zehn Sekunden lang abgeliefert, sonst sind es nur 397 kW/540 PS. In dem Moment, wo die Leistung nachlässt, wird man aber auf jeden Fall schon recht schnell sein. Geht man kurz vom Gas, geht es gleich wieder mit Volldampf weiter. Wirklich beschränkt wird der Vortrieb erst bei 250 km/h, also 50 km/h später als bei den schon bekannten iX-Versionen.

Motoren: Besonders stark, besonders nachhaltig
Die Kraft wird aus zwei Elektromotoren an die vier serienmäßigen 21-Zoll- oder die optionalen 22-Zoll-Räder geschickt. Der vordere leistet bis zu 190 kW, der hintere 360 kW. Letzterer wird im Normalbetrieb die Hauptarbeit verrichten. Beide sind stromerregte Synchronmaschinen, sie verzichten also auf Permanentmagneten und damit auf den Einsatz von umstrittenen Seltenen Erden.

Der Heckmotor weist eine technische Besonderheit auf: Er wird sechsphasig betrieben und verfügt über einen Doppelinverter. Das soll eine besonders hohe Leistungsdichte und dadurch eine gesteigerte Spitzenleistung ermöglichen. BMW gibt für die Antriebseinheit einen Wirkungsgrad von 93 Prozent an, was auch für Elektromotoren sehr hoch ist.

Der Stromverbrauch wird nach WLTP mit 24,7 bis 21,7 kWh/100 km angegeben. Der cW-Wert des Wagens beträgt im Sport-Modus 0,26.

Die 105,2 kWh Netto-Kapazität im 600 kg schweren Akku reichen für 499 bis 566 Kilometer. Geladen wird an Schnellladestationen mit bis zu 200 kW, in 35 Minuten soll ein Aufladen von 10 auf 80 Prozent möglich sein. Mit Wechselstrom muss man sich mit mageren 11 kW Ladeleistung begnügen.

BMW streicht natürlich die „M-spezifische Abstimmung“ der Zweiachs-Luftfederung mit automatischer Niveauregulierung heraus, verspricht Dynamik, Agilität und Präzision sowie eine besonders klare Rückmeldung für den Fahrer. So soll das trotz hohem Carbon-Anteil über 2,5 Tonnen schwere „Sports Activity Vehicle“ eine „überragende Kurvendynamik“ möglich machen.

In Sachen Elektronik wartet BMW mit allem auf, was das Haus zu bieten hat, mittelfristig soll Fahren auf Level 3 möglich sein. Das Konzept mit dem riesigen Curved Display und dem gewöhnungsbedürftigen Bediensystem BMW OS 8 entspricht den beiden anderen Versionen und ist serienmäßig.

Ebenso immer an Bord sind das „Bowers & Wilkins Diamond Surround Sound System“, Laserlicht, Komfortzugang, aktive Sitzbelüftung für Fahrer und Beifahrer und das Wärmekomfortpaket, teilt BMW mit. Das darf zum Preis von 131.800 Euro auch sein.

Klimaschutz großgeschrieben
Besonderen Wert legt BMW in der Kommunikation auf das ganzheitliche Konzept für Nachhaltigkeit: kontrollierte Rohstoffgewinnung, Fertigung mit 100 Prozent Öko-Strom und ein hoher Anteil an Natur- und Recycling-Materialien werden genannt.

Kobalt und Lithium für die Hochvoltbatterien werden von BMW aus kontrollierten Quellen in Australien und Marokko beschafft und an die Hersteller der Batteriezellen geliefert. Außerdem wird für die Fahrzeugfertigung ebenso wie für die Herstellung der Batteriezellen zu 100 Prozent Öko-Strom genutzt. Zur ressourcenschonenden Produktion des BMW iX M60 tragen auch ein hoher Anteil an Sekundär-Aluminium und wiederverwertetem Kunststoff bei. Im Innenraum werden FSC-zertifiziertes Holz, mit Olivenbaumblätter-Extrakt gegerbtes Leder und andere natürliche Materialien verwendet. Als Rohmaterial für Bodenverkleidungen und Fußmatten dienen unter anderem recycelte Fischernetze.

Ab 18. Juni 2022 soll der BMW iX M60 in Österreich beim Händler stehen.

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