Als Elena Hotter am 2. August in den frühen Morgenstunden merkte, dass ihr drittes Kind zur Welt kommt, rief sie sofort die Rettung. „Es war meine dritte Geburt, ich war schon vorbereitet“, sagt die 33-Jährige im Gespräch mit der „Krone“. Als die Sanitäter vom Roten Kreuz in Pörtschach bei der Familie ankamen, wartete die werdende Mutter schon mit geplatzter Fruchtblase auf die Hilfe. „Wir haben dann Elena gleich ins Rettungsauto eingeladen und sind Richtung Villach gefahren. Ich habe auch versucht, einen Notarztwagen zu bekommen. Leider war keiner verfügbar“, erzählt Rettungssanitäterin Marisa Schellander im Gespräch mit der„Kärntner Krone“.
Ich bin von der Leistung von den beiden Sanitätern so begeistert, dass ich überlege, auch zum Roten Kreuz zu gehen.
Elena Hotter, dreifache Mutter
Geburt im Rettungswagen
Bei Lind ob Velden war es soweit. „Wir haben an einer Bushaltestelle gehalten. Dann ging es los“, sagt Schellander. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Gerhard Töfferl half sie dem kleinen Marco um 6.27 Uhr ganz ohne Arzt auf die Welt. „Während der Geburt fühlte ich mich wie Herkules“, sagt Elena im Nachhinein.
Das Erlebnis war für alle Beteiligten so einschneidend, dass sie heute noch in Kontakt stehen. „Ich habe kurze Zeit später eine Nachricht von Elena erhalten. Sie hat sich bedankt und ihr tat es sogar leid, dass sie das Rettungsauto beschmutzt hat“, erzählt Schellander: „Wir stehen heute noch im Kontakt und tauschen uns gerne aus.“
Elena Hotter war von der Leistung der beiden Rettungssanitäter so begeistert, dass sie selbst überlegt, später zur Rettung zu gehen. Und Marisa Schellander hofft, dass der kleine Marco einmal ihr Zivildiener beim Roten Kreuz werden wird.
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