30.11.2021 18:55 |

Snowboardcross

Rettende Kreditkarte kam mit Blaulicht ins Spital

Am Montag landete der Vorarlberger Snowboardcrosser Luca Hämmerle, der in der Quali für den Weltcupauftakt in China gestürzt war und sich Wirbelverletzungen zugezogen hatte, wieder in Europa. Im Gespräch mit der „Krone“ schildert der 25-jährigen Montafoner seinen Sturz, seine Erlebnisse danach und warum er den Traum von der Olympia-Teilnahme im Februar noch nicht aufgegeben hat.

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„Schön, dass ich wieder zu Hause bin“, war Snowboardcrosser Luca Hämmerle hörbar erleichtert, nachdem er am Montag die Rückreise vom Weltcupauftakt in China hinter sich gebracht hatte. Dort war der 25-Jährige in der Quali gestürzt und hatte sich drei Querfortsätze im Lendenwirbelbereich gebrochen. „Dabei war der Sturz am letzten Element der Startsektion gar nicht so spektakulär“, erinnert sich Luca. „Es war schon ein knackiger Aufprall aber eigentlich wollte ich zuerst gar nicht ins Krankenhaus fahren.“

Das tat der Vorarlberger dann aber doch! Gemeinsam mit dem Physiotherapeuten des ÖSV-Teams ging es direkt von der Rennstrecke in die Klinik. „Dort hat auch alles super funktioniert“, erzählt Hämmerle. „Probleme“ gab es erst, als es darum ging, am Ende die Rechnung zu begleichen. „Da wir  direkt vom Rennhang gekommen sind, hatte natürlich keiner eine Kreditkarte dabei.“ Die allerdings notwendig war, um wieder aus dem chinesischen Spital auszuchecken. Also wurde kurzerhand Bruder Alessandro „Izzi“ Hämmerle angerufen. „Die haben dann einen Rettungswagen zum Team-Hotel geschickt, Izzi abgeholt und sind mit Blaulicht zurück in die Klinik gefahren“, schildert Luca im „Krone“-Gespräch.

Mit Blaulicht wurde der Weltcup-Tross dann auch wieder von Secret Garden zum, Pekinger Flughafen eskortiert, von wo es am Montagvormittag (Ortszeit) zurück nach Europa ging. „Auf der Strecke Peking - Frankfurt bekam ich einen Platz in der Businessklasse des FIS-Charters“, verrät der Montafoner. „Ein Ambulanzjet flog mich dann nach Altenrhein. “Von dort ging es per Krankentransport weiter ins LKH Feldkirch, wo die - in China gestellte - Diagnose bestätigt wurde.

„Es schaut so aus, als ob ich keine Operation brauche - das ist schon eine große Erleichterung“, gesteht der Heeressportler, der aktuell von Mama Caterina in Gaschurn aufgepäppelt wird. „Im Olympiazentrum Vorarlberg läuft schon die Reha-Planung für mich - wenn alles wie erhofft klappt, komme ich mit sechs Wochen Pause davon.“

Damit scheint auch eine Rückkehr nach China und Teilnahme an den Olympischen Spielen im Februar möglich. „Ich lasse mich nicht stressen, möchte zu einhundert Prozent fit werden“, erklärt Luca. „Aber Olympia ist sicherlich noch nicht abgehakt." 

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