Parteien sind einig

Ötscherlifte: SPÖ und FPÖ beantragen Sonderlandtag

Niederösterreich
30.11.2021 10:31
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Niederösterreich-Krone

Bereits am Montag waren sich FPÖ, SPÖ und die Arbeiterkammer, wie berichtet, einig: Das Land Niederösterreich soll die Anteile an den Skilfiten in Lackenhof erwerben. Jetzt stellten beide Parteien auch einen Antrag für einen Sonderlandtag. 

In den nächsten Tagen soll der gemeinsame Antrag für einen Sonderlandtag eingebracht werden. Dann müsse sich der Landtag innerhalb von acht Tagen mit dem geplanten Aus für die Ötscherlifte befassen.

„Es gibt dringenden Handlungsbedarf, wenn nicht Unternehmen über Nacht vor den Trümmern ihrer Existenz stehen sollen, wenn nicht eine ganze Region wirtschaftlich vernichtet werden soll. Die Niederösterreicher verlangen in dieser Zeit zu Recht Maßnahmen, die der Bevölkerung helfen, die Arbeitsplätze sichert und Unternehmen unterstützt“, erklärt der Klubobmann der SPÖ NÖ, Reinhard Hundsmüller.

Mit der Entscheidung, die Lifte für immer zu schließen, sei der ganzen Region die wirtschaftliche Lebensader abgeschnitten und den Menschen, die in der Natur Sport und Bewegung machen wollen, ein Naherholungsraum weggenommen worden. 

„Es wird eine beliebte Tourismusdestination zerstört, bevor es ein Zukunftsmodell für die vielen Unternehmen und Arbeitnehmer, für die Sportler und Gäste, gibt“, ärgert man sich in der SPÖ. Zudem wolle man auch ein Gutachten einfordern, dass die volkswirtschaftlichen Auswirkungen einer Schließung der Ötscher-Lifte untersuchen soll. 

„Keiner weiß, wie es weitergehen soll“
„Für die Betriebe und Arbeitnehmer vor Ort herrscht noch nie dagewesene absolute Planungsunsicherheit. Keiner weiß, wie es weitergehen soll - und das nur wenige Wochen vor Weihnachten! Der Erhalt der Ötscherlifte ist eine politische Entscheidungsfrage, die im Interesse der Region, des Landes sowie des Skisports ganz klar mit Ja zu beantworten ist“, sagt FPÖ Landespartei- und Klubobmann im NÖ Landtag, Udo Landbauer.

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Das ist definitiv kein gelebtes Miteinander, sondern eine übereilige Husch-Pfusch-Aktion der ÖVP gegen die Interessen des Landes Niederösterreich und seiner Landsleute. Genauso wie die öffentliche Hand Schwimmbäder oder Kultureinrichtungen mitfinanziert, muss das Land auch bei den Ötscherliften einspringen. Es ist grotesk, wenn das Land in der Wiege des alpinen Skisports immer mehr Skiregionen zusperrt. Das kann und darf nicht unser Anspruch sein

Udo Landbauer, FPÖ Landesparteichef

Es gehe um über hundert Arbeitsplätze, Privatzimmervermieter, Sportgeschäfte, Gastwirte und viele mehr, deren Familien vom Wintertourismus leben. Die endgültige Schließung sei eine Katastrophe für die Menschen in der Region und eine Bankrotterklärung für das vielfach gepriesene Sport- und Familienland Niederösterreich. 

Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger erteilte der Übernahme der Anteile indes bereits eine Absage: „Das alte Konzept ist wirtschaftlich nicht mehr tragfähig, Lackenhof braucht daher neue Ideen. Da helfen wir aktiv mit.“

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