Weit weniger Stau als sonst am Weg zur Arbeit oder nach Hause: Seit Tagen hat das Verkehrsnadelöhr Linz seinen Schrecken verloren. Grund: Viele Firmen sind längst im Homeoffce-Modus - nicht nur im Zentralraum...
Den Arbeitsplatz vom Büro nach Hause verlagern - im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 war das bei den meisten Firmen noch eine Ho-Ruck-Aktion gewesen, die vor allem die IT-Spezialisten der Unternehmen an die Belastungsgrenze gebracht hatte. Im November 2021 ist das alles anders: Während die Politik noch zauderte und zögerte, sind die Firmen schon längst im Homeoffice-Modus.
Nach dem Motto „Vorsicht ist besser als Nachsicht“ gilt quer durch alle Branchen: Wo es geht, werden seit Tagen Teams und Abteilungen geteilt, die Homeoffice-Angebote werden verstärkt und forciert.
Wir betreiben kritische Infrastruktur und haben von Beginn an konsequent die Richtlinien im Unternehmen strenger ausgelegt.
Werner Steinecker, Vorstandschef der Energie AG
Im BMW-Werk in Steyr ist daher in den Büros so wenig Betrieb wie möglich, ein ähnliches Bild zeichnet sich auch in der Borealis-Innovationszentrale in Linz ab. „Derzeit nutzt ein Großteil unserer Mitarbeiter die Möglichkeit, zumindest teilweise von zu Hause zu arbeiten, sofern es die Arbeitsbedingungen erlauben“, sagt Borealis-Linz-Standortleiter Thorsten Löhl.
Die Energie AG gibt seit Wochenbeginn vor, dass Büros nur noch von einem Mitarbeiter belegt sein dürfen. Abwechselnd sind dadurch die anderen Beschäftigten im Homeoffice. Auch bei der Raiffeisenlandesbank wurden die „internen Präventionsmaßnahmen“ weiter verschärft. Bedeutet: Teams sind strikt getrennt, so viel Homeoffice-Tage wie nur möglich - natürlich alles in Abstimmung mit den Führungskräften.
Besprechungen virtuell
Was auffällt: Viele Firmen legen in puncto Vorsichtsmaßnahmen ein Scherflein drauf. So finden Besprechungen bei der Sparkasse OÖ genauso wie bei der Voestalpine nur noch virtuell statt. Beim Stahlkonzern setzt man auch auf das Impf-Angebot: Am 25. November und 2. Dezember stoppt der Impfbus der Stadt Linz wieder am Voest-Gelände.
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